Falscher Staatsanwalt

Symbolfoto Staatsanwaltschaft. Ein Geschäftsmann gibt sich als Staatsanwalt aus, die "echte" Staatsanwaltschaft hingegen ermittelt nicht gegen ihn. Foto: FoTe-Press

(as). In Zeitungsmeldungen wird oft über falsche Polizisten gewarnt. Nun kam es in Hamburg zu einem Fall, in dem sich ein Hamburger Geschäftsmann als Staatsanwalt ausgab, obwohl er nachweislich keiner ist. Aber anstatt dass die „echte“ Staatsanwaltschaft diesem Mann mittels eines saftigen Bußgeldes aufzeigt, dass es so nicht geht, veranlasst sie über das Amtsgericht Hamburg, den Zeugen und Anzeigenden Stefan F. (Name geändert) einen Strafbefehl über knapp 300 Euro zukommen zu lassen. Ein unglaublicher Vorfall. Die Einzelheiten: Der Geschäftsmann soll provozierend langsam gefahren und mehrfach in verschiedene Straßen abgebogen sein, ohne den Blinker zu setzen. Dann käme es zu einem Beinahunfall wegen des Nichtblinkens. Zu guter letzt soll der Autofahrer seinen Mittelfinger und das „Arschloch“-Zeichen gezeigt haben. „Grund genug, gegen den Autofahrer vorzugehen“, sagt Stefan F., der mit seinem Kumpel im nachfolgenden PKW saß. Im Bereich der Hamburger Außenalster hielt der Geschäftsmann plötzlich auf einem Mittelstreifen an. „Meine Chance, den Fahrer zu Beweiszwecken zu fotografieren“, sagt Stefan F.. Was folgte, übertrifft alle Erwartungen. Der Fahrer soll seine Fensterscheibe gesenkt und Stefan F. mit den Worten „Ich bin der Staatsanwalt, ihr bekommt mächtig Ärger. Ihr legt euch mit einem Staatsanwalt an“ angesprochen haben. Nach Überprüfung seines amtlichen Kennzeichens stellte sich heraus, dass der Fahrer gar kein Staatsanwalt ist. Stefan F. und sein Kumpel stellten Strafantrag wegen Beleidigung und Nötigung und erbrachten gleichzeitig den Hinweis, dass sich der Autofahrer einer Amtsanmaßung schuldig gemacht hat. Am 3. Januar 2013 die Entscheidung zu diesem Fall von der Staatsanwaltschaft Hamburg: Das Ermittlungsverfahren gegen (…) ist gemäß § 153 der Strafprozessordnung mit Zustimmung des Gerichts eingestellt worden, weil die Schuld als gering anzusehen ist und kein öffentliches Interesse an der Verfolgung besteht. Was nun folgte, haut den Zeugen Stefan F. fast um. „Wenige Wochen später flatterte mir ein Strafbefehl über knapp 300 Euro ins Haus – wegen Beleidigung“, sagt Stefan F. „Unglaublich, dass sich das Blatt hier unbegründet gewendet hat“, sagt Stefan F. Grund des Strafbefehls: Stefan F. soll in einer ehrverletzenden Art lautstark die Schimpfwörter „Drecksau“, „Arsch“ und „Idiot“ benutzt haben. Das behauptet jedenfalls der Geschäftsmann – und zwar so überzeugend, dass selbst ein Richter diesem Mann Glauben schenkte. Die Hamburger Allgemeine Rundschau fragte nach, wollte den Grund wissen: warum wurde das Verfahren gegen den Geschäftsmann eingestellt, der sich laut Aussagen der beiden Zeugen drei Straftaten schuldig gemacht hat? Warum wurde der Fall als belangloses Verkehrsgeschehen eingestuft, obwohl es fast zu einem Unfall kam? Und schließlich tat der Geschäftsmann so, als würde er der Staatsanwaltschaft zugehören – müsste die Staatsanwaltschaft da nicht mit mehr Energie vorgehen? Der Beschuldigte war zuvor bislang strafrechtlich noch in keiner Weise in Erscheinung getreten“, begründet Oberstaatsanwältin Nana Frombach, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg, die Einstellung des Verfahrens und ergänzt: „Soweit es den Vorwurf der Beleidigung gegen Stefan F. betrifft, beruht dieser auf dessen eigenen Angaben gegenüber der Polizei und nicht darauf, dass den Angaben des Geschäftsmanns mehr Glauben geschenkt worden ist als denen des Herrn F.“ Anmerkung der Redaktion: Stefan F. legte Einspruch gegen den Strafbefehl ein. Das Verfahren wurde daraufhin eingestellt. Der Staatsanwaltschaft sind im Gerichtsaal Ungereimtheiten aufgefallen. Für Stefan F. steht fest: „Die Staatsanwaltschaft hat hier nicht ordentlich gearbeitet. Ich bin echt enttäuscht: da verursacht jemand beinah einen Unfall, gibt sich als Staatsanwalt aus und hat nicht mal eine Strafe zu befürchten. Ach ja: Der Beschuldigte ist verwarnt worden. Auch eine Art Strafe – zumindest juristisch.“


„Kunstüberfall“ vom Bundesjugendballett

(mr). Es klopft an der Tür – der Schulunterricht wird unterbrochen. Zwei Tänzer des Bundesjugendballetts betreten das Klassenzimmer und beginnen mittels verschiedener Arm-. Hand- und Fußbewegungen die Schüler zum Mitmachen zu animieren. Der Plan geht auf: Sofort springen die – zugegeben – ungeübten Schüler in die Höhe und machen die Tanzbewegungen der Profis nach. Seit der Spielzeit 2011/12 gibt es in Deutschland erstmals ein Bundesjugendballett. Die Idee dazu hatte Ballettdirektor und Chefchoreograf des Hamburg Balletts John Neumeier. Es besteht aus vier Frauen und vier Männern. Die junge Compagnie verfolgt zwei Hauptziele: Sie fördert junge Tanztalente mit abgeschlossener Berufsausbildung und bringt den Tanz auch an Orte und zu Menschen, die mit Ballett selten in Berührung kommen. Darum auch unterschiedliche Aktionen wie der „Kunstüberfall“ in der Schule, dem Auftritt auf der Kuppel des Reichstages oder beispielsweise einer Tanzeinlage auf dem Hamburger Rathausmarkt. Auch Auftritte in Altenheimen und sogar Gefängnissen hat das Bundesjugendballett bereits absolviert.

Bundesjugendballett Das komplette Ensemble des Bundesjugendballetts: Winnie Dias, Patrick Eberts, Gabriela Finardi, Graeme Fuhrman, Maurus Gauthier, Madoka Sugai, Yukino Takaura und Daan van den Akker. Foto: FoTe Press

Für Neumeier ging mit Deutschlands erstem Bundesjugendballett ein langersehnter Traum in Erfüllung. Die Bundesregierung unterstützt das Projekt, das zunächst für vier Jahre angesetzt ist, mit 2,8 Millionen Euro. „Sechs Tage in der Woche trainieren wir. Wir machen ein ausgiebiges Aufwärmtraining mit Liegestützen und Dehnübungen“, sagt Maurus Gauthier. Der 20-jährige Tänzer ist seit vier Jahren in der Ballettschule Hamburg, seit einem Jahr im Bundesjugendballett. Ein prägendes Erlebnis brachte ihn zum Tanz: als Schüler sah er bei einer Aufführung ein Solo tanzen und war beeindruckt. Seitdem gehört er zu Deutschlands besten Ballett-Tänzern. Die acht jungen Tänzer zwischen 18 und 23 Jahren haben ihre Heimat im Ballettzentrum Hamburg – John Neumeier in Hamm. Das Bundesjugendballett will „in Bewegung“ sein und können insgesamt zwei Jahre gemeinsam arbeiten. „Es macht mir sehr viel Spaß. Ich liebe es, verschiedene Performances einzustudieren“, sagt Madoka Sugai. Der 18jährigen Japanerin stand als Gewinnerin des renommierten Tanzpreises „ Prix de Lausanne 2012“ die Tür in die Ballettwelt offen. Nun tanzt sie mit einem Stipendium beim Bundesjugendballett. Für ihre Leistungen im zeitgenössischen Fach erhielt sie zudem eine zusätzliche Auszeichnung. Im Mai gewann sie den „Grand prix“ beim internationalen Wettbewerb „Chausson d’Or“.


„Rothenburgsorter Gourmetkinder“

(mr). „Wir kochen jeden Montag mit zwölf Kindern der dritten Klasse im Rahmen der Ganztagsschulkurse und laden in regelmäßigen Abständen Eltern und Gäste ein“, sagt Hermann Teiner. Der 54-Jährige hatte im vergangenen Jahr die Idee, aus dem seit mehreren Jahren bestehenden „Kinderrestaurant“ in der Fritz-Köhne-Grundschule ein Projekt zu realisieren, in dem die Schüler neben dem Kochen auch Französisch lernen. „Die internationale Küchensprache ist französisch. Außerdem hat die hohe Kochkultur ihre historischen Wurzeln in Frankreich“, sagt der gelernte Koch, Sozialarbeiter und Leiter vom Haus der Jugend. Die Idee war geboren, aus dem Kinderrestaurant eine Art Französisch-Unterricht zu realisieren. Das besondere ist, das sich alle zwölf Kinder auf einem vergleichsweise hohen Niveau mit ihren Gerichten einüben. Dazu zählen Kochen, Anrichten und Servieren. Nach dem Motto „Kochen und Französisch“ lernen die Kinder alle Zutaten auf Französisch. „Die Schüler singen, lernen neue Begriffe und kochen gemeinsam. Das stärkt soziale Kompetenz“, sagt Henriette Rahden (69). Höhepunkt dieses Projektes war ein Ausflug nach Frankreich, bei dem zwölf Rothenburgsorter Gourmetkinder und zwölf Kinder aus Marseille gemeinsam nach Aix on Provence gefahren sind und dort gemeinsam gekocht haben. „Unterstützt wurde die Fahrt vom Deutsch-Französischen Jugendwerk, über das wir Kontakte zu einem französischen Jugendhilfeträger in Marseille aufnehmen konnten“, sagt Hermann Teiner. In Frankreich konnten die Grundschüler ihre Sprachkenntnisse vertiefen und ausbauen. „Das war schon schön zu erleben, wie gerade mal neun- und zehnjährige Kinder auf Französisch mit den dortigen Kindern sprechen konnten“, sagt Henriette Rahden.

Gourmetkinder RothenburgsortGemeinsam Kochen, Spaß haben und dabei auch noch französisch Lernen – das ist der Leitgedanke des Kooperationsprojekts des Hauses der Jugend und der Fritz-Köhne-Grundschule in Rothenburgsort. Foto: FoTe-Press

 


Prominente entdecken Hamburg als Fahrradstadt

(mr). Immer mehr Menschen satteln um aufs Fahrrad. Sportliche Aktivität, keine Fahrtkosten und vor allem immer an der frischen Luft. Fahrradfahren macht Spaß und hält fit. Das sehen auch immer mehr Prominente so. Fabian Harloff zum Beispiel ist bekennender Radfahrer. „Ich wohne im Stadtteil Rothenbaum und fahre gerne weite Strecken mit dem Fahrrad“, sagt der Schauspieler (bekannt aus der Kinderserie TKKG und Notruf Hafenkante). „Es macht mir viel Spaß entlang der Alster und Elbe entlang zu fahren – da kommen schon mal einige Kilometer am Tag zusammen.“ Auch TV-Moderatorin Nandini Mitra fährt sehr gerne mit dem Fahrrad durch Hamburg. „Ich wohne in Eimsbüttel und kurve gerne mal eine Runde durch meinen Bezirk. Bis zu 20 Kilometer schaffe ich am Tag – dann bin ich fertig“, sagt Nandini Mitra. Sie selbst hat zurzeit ein Herrenfahrrad mit dem sie kreuz und quer durch Hamburg fährt. „Mein Wunsch ist allerdings ein Tandem, mit dem ich dann mit meinem Freund fahren kann.“ Warum ein Tandem? Das wollte die Hamburger Allgemeine Rundschau wissen. „Es macht wahnsinnig viel Spaß auf einem Tandem zu fahren. Hinten sitzt der Kopf, vorne der Fahrer. Ich sag dann, wo es lang geht…“. Auch Schauspieler Wolfgang Stumph fährt gerne Fahrrad. „Es hält jung und man ist immer an der frischen Luft. Beim Radfahren kann ich ideal abschalten“, sagt der Schauspieler („Stubbe – von Fall zu Fall“). Auch in Hamburg fährt Wolfgang Stumph Fahrrad. Unser Foto zeigt ihn bei Dreharbeiten für eine Folge der Krimiserie „Stubbe – von Fall zu Fall“ in Moorfleet. Wenn Radfahren aus zeitlichen Gründen in der Freizeit nicht geht, dann wenigstens während der Arbeit fürs Fernsehen. Moderatorin Alena Gerber steigt auch sehr gerne aufs Fahrrad. „Ich fahre zwar gerne im Sommer mit dem Motorrad, aber mit dem Fahrrad zu fahren bringt mir genauso viel Spaß“, sagt das Model. Die junge Frau aus Bayern kam kürzlich nach Hamburg, um die Werbetrommel fürs Radfahren zu drehen. „Ich liebe Hamburg. Früher hab ich sogar mal in der Stadt gewohnt. Eine tolle Stadt, in der man mit dem Fahrrad wunderbar fahren kann“, sagt Alena Gerber.

Fabrian Harloff Wolfgang Stumph Nandini Mitra

Von links: Fabian Harloff, Wolfgang Stumph und Nandini Mitra haben das Fahrrad für sich entdeckt.

Alena Gerber Auch Alena Gerber tritt gerne in die Pedale. Fotos: FoTe-Press


Linda Hesse stellt fest: „Ich bin doch kein Mann“

(mr). Mit dem Titel „Ich bin doch kein Mann“ wurde sie bekannt: Linda HLinda Hesseesse. Die junge Sängerin kam kürzlich zu einer Autogrammstunde ins City Center Bergedorf (CCB) und gab drei ihrer Songs zum Besten – plus Zugabe. Glücklicherweise waren nicht allzu viele Kinder und Jugendliche vor der Bühne, denn gleich ihr erster Song hatte es in sich und ging um ein „Arschloch“.

„Damit meine ich aber nicht Sie, sondern meinen Ex-Freund“, sagte die Schlagersängerin und wirkte etwas verschämt. Es folgten weitere Stimmungslieder und zu guterletzt ihr Erfolgstitel aus dem Jahr 2012: „Ich bin doch kein Mann“, der für eine super Stimmung sorgte. Die etwa 50 Zuhörer freuten sich im Anschluss über eine ausgiebige Autogrammstunde. Und einige Fans machten sogar Erinnerungsfotos mit ihrem Star. „Es war mein erster Auftritt in Hamburg“, sagte Linda Hesse. Foto: FoTe-Press


Die „Country-Dancers“ starten richtig durch

(mr). Es klackt auf dem Parkett. Füße werden gehoben, dann zur Seite gekickt. Beine strecken sich in die Höhe, dann gehen sie synchron zu Boden. Aus den Lautsprecherboxen erklingt das Lied „Drunken Cowboy“, es herrscht eine lockere Atmosphäre. Dann eine kurze Unterbrechung: „Ihr müsst darauf achten, dass eure Hacken gleichzeitig den Boden berühren“, sagt Spartenleiter Ernst Griebau. Es ist Donnerstag, Übungsabend bei den „Country-Dancers“. Diese Tanzgruppe ist eine Sparte der Sportvereinigung Billstedt Horn von 1891 e. V., die sich regelmäßig im Vereinshaus in der Möllner Landstraße 197 trifft. Bis zu 35 Frauen und Männer tanzen dort von 19 bis 21 Uhr nach unterschiedlichen Musikrichtungen. „Wir haben Dancefloor, Pop, Country, aber auch Titel aus den aktuellen Charts in unserem Repertoire“, sagt Ernst Griebau. Der 65-Jährige tanzt seit über 15 Jahren aktiv im Verein – seit drei Jahren bei den „Country-Dancers“. Ernst Griebau hat die „Country-Dancers“ 2008 aus der Taufe gehoben und agiert Country Dancers Billstedtseitdem bei öffentlichen Auftritten als Moderator und Unterhalter. Griebau sorgt mit seinen lustigen Sprüchen und Statements dafür, dass sich die Tänzer zwischen den Songs kurz ausruhen und wieder Kondition sammeln können. Immerhin dauert ein Auftritt in der Regel 45 Minuten und je nachdem, nach welchen Musiktiteln getanzt wird, kommt ein jeder „Country-Dancer“ schon mal aus der Puste. Apropos Auftritte: im Jahr 2011 hatte das Team beispielsweise Auftritte bei der BilleVue, beim Kirchsteinbeker Marktfest und bei den „Leuchtenden Fontänen“ im Öjendorfer Park. Fast zehn Tanzeinlagen bei Stadtteilfesten, sowie zahlreiche kleinere Veranstaltungen bei privaten Institutionen standen im zu Ende gehenden Jahre 2011 auf dem Programm. „Ich moderiere jeden einzelnen Titel an und beziehe das Publikum meist mit ein“, sagt Ernst Griebau und ergänzt: „Das unterscheidet uns von anderen Gruppen. Wir stimmen unsere Musik auch stets mit der Veranstaltung ab.“ Die „Country-Dancer“ haben übrigens seit kurzem ein neues Outfit: schwarze Jacken mit Aufdruck. Dank des Verfügungsfonds Billstedt-Horn konnte das Team die Kleidung kaufen. „Insgesamt hatten wir 1.708,04 Euro an Gesamtkosten. Davon haben wir 1.400 Euro von dem Verfügungsfond gestellt bekommen“, Country Dancers Billstedterläutert der 1. Vorsitzende der Sportvereinigung, Joachim Schirmer. Somit mussten „nur noch“ die restlichen 308,04 Euro aus eigener Tasche bezahlt werden. „Eine riesige Entlastung, denn die Mitglieder haben schon genug an Kosten aufzubringen“, sagt Ernst Griebau. Nunmehr treten die „Country-Dancers“ im einheitlichen Look auf – das war das, worauf das Team großen Wert legte. „In den neuen Jacken sehen wir wirklich proper aus“, freut sich Griebau. Durch die einheitliche Kleidung hebe sich die Tanzgruppe von anderen in Hamburg ab. Nun steht weiteren öffentlichen Auftritten nichts mehr im Wege: Die „Country-Dancers“ freuen sich auch 2012 auf viele Veranstaltungen, auf denen sie ihr Können präsentieren können. „Wir tanzen gerne in Alten- und Pflegeheimen, genauso wie bei Stadtteilfesten oder Partys“, sagt Ernst Griebau. Wer Interesse an, bei den „Country-Dancers“ mitzumachen, kann sich unter 0177 / 858 84 99 oder per E-Mail an linedancer21107@yahoo.de bei Ernst Griebau melden. Die Anfängergruppe trainiert immer donnerstags in der Zeit von 17 bis 19 Uhr. Das Team freut sich über das wachsende Interesse und sucht fortlaufend neue Mitglieder. Weitere Informationen gibt es unter www.countrydancers-synny.de. (Fotos: Röhe)


Teddys zum Trösten im Krankenwagen

(mr). Meist sind es nur kleine Blessuren, Schrammen oder Wunden – für Kinder ist ein Unfall aber fast immer mit einem gehörigen Schrecken verbunden. Denn es leidet nach einem Unfall nicht nur der Körper, sondern vor allem die Seele. Aus diesem Grund haben alle Hamburger Rettungswagen mittlerweile Teddybären als ständige Begleiter an Bord, um Kinder bei ihren Einsätzen zu trösten. Die sogenannten „Trost-Teddys“
werden von den Sanitätern an verletzte oder traumatisierte Kinder verschenkt, um ihnen die Fahrt im Krankenwagen zu erleichtern. „Ein Teddy kann unheimlich wichtig sein. Das habe ich bei meiner Tochter erlebt, die einmal in unserem Urlaub ihren Teddy verloren hat. Das war ein großes Theater“, sagte Innensenator Michael Neumann bei der Übergabe der 1.600 Exemplare des kleines Stoffbären in der Hauptfeuerwache am Berliner Tor. Gespendet wurden die Teddybären von der Deutschen Teddystiftung, die aus einer Spende der Hamburger Sparkasse stammen und an Hamburgs Innensenator Michael Neumann und dem Amtsleiter der Feuerwehr Hamburg, Klaus Maurer, überreicht wurden. „Wir bekommen viel positives Feedback von den Kindern und Eltern. Die kleinen Stoffteddys nehmen den Kindern die Angst, Trösten und man kann mit Ihnen ganz oft besser an die Kinder herankommen“, sagte Hendrik Frese von der Hamburger Feuerwehr. Die Teddys unterstützen die Helfer somit bei der Arbeit. 1998 wurde die gemeinnützige Deutsche Teddy-Stiftung mit dem Ziel gegründet, Kinder in Notlagen mit einem Teddybären zu trösten. In Notsituationen können Kinder durch die Übergabe eines Teddybären abgelenkt und so eine Traumatisierung häufig vermieden werden. Ein negatives Erlebnis wie beispielsweise eine erhebliche Verletzung mit Krankenhausaufenthalt oder die Trennung von den Eltern wird durch das kleine Geschenk positiv Klaus Maurerüberlagert. In Hamburg werden nun alle 1.600 Teddybären auf die 17 Feuer- und Rettungswachen im gesamten Stadtgebiet aufgeteilt. Dann werden die zahlreichen Rettungswagen mit den heilenden Teddys bestückt. Einen ganz großen Wunsch hat Feuerwehr-Chef Klaus Maurer (Foto links) allerdings: „Es wäre schön, wenn möglichst wenige Teddys ihren Besitzer wechseln. Denn das schönste ist doch, wenn möglichst wenig Kinder mit dem Krankenwagen in eine Klinik gefahren werden müssen.“ Die Teddy-Stiftung überlegt, in Zukunft auch diverse Hamburger Krankenhäuser mit den kleinen Stofftieren zu bedenken. Foto: FoTe-Press