Aggressive Bettler an der Ampel

Bettler an einer Kreuzung in Hamburg. Zuerst sind sie freundlich und wischen die Frontscheibe – fließt dann kein Geld, können sie aber auch schnell aggressiv werden. Foto: FoTe-Press

(mr). Autofahrern sind sie ein Dorn im Auge: Bettler an der Ampel. In der Vergangenheit standen sie vorwiegend in der Innenstadt – nun haben sie sich im Kreuzungsbereich Bürgerweide Ecke Wallstraße im Stadtteil Borgfelde breit gemacht. Oft gegen den Willen der Autofahrer wischen sie einfach die Frontscheiben. Wer dann der Aufforderung nach Geld von den osteuropäischen Personen nicht nachkommt, muss zum Teil aussteigen und die Scheibenwischer oder Außenspiegel zurückrücken. Ein leichter Schlag gegen die Seitenscheibe kommt auch schon mal vor. Dabei waren die Bettler auch schon mal kreativ: Clowns jonglierten vor den Autos. Warum jetzt wieder zum Teil aggressives Fensterputzen an den Autos? Nachfragen sind unerwünscht. „Das Betteln auf der Fahrbahn ist ein Eingriff in den Fließverkehr und ist deshalb eine Angelegenheit der Polizei“, heißt aus dem Bezirksamt Hamburg Mitte. Dennoch hätten auch Mitarbeiter des Bezirksamtes in der Vergangenheit auch Platzverweise erteilt, weil dieses Verhalten die Verkehrssicherheit gefährdet.

Die Polizei ist auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. „Betroffene Autofahrer, die bedrängt oder genötigt werden, sollten sofort die Polizei unter 110 verständigen. Hierbei handelt es sich um eine Straftat“, sagt eine Polizeisprecherin.


Boxenstopp an der Tankstelle in Hamburg

(mr). Passanten staunten nicht schlecht, als Formel-1-Rennfahrer Fernando Alonso an einer Tankstelle im Heidenkampsweg seinen Rennwagen auftankte. Grund für den Hamburgbesuch: Der zweimalige Formel-1-Weltmeister und Scuderia Ferrari-Pilot Fernando Alonso (31) besuchte ein Kraftstoff Technology Center in Wilhelmsburg, in dem sein Hochleistungs-Rennkraftstoff hergestellt wird. Alonso zeigte sich beeindruckt von der Tour Fernando Alonsodurch die Forschungseinrichtung. „Es war sehr interessant, die Arbeit mit eigenen Augen zu sehen. Für mich war es eine tolle Gelegenheit, die enorme Entwicklungsarbeit der vielen Mitarbeiter vor Ort mitzuerleben”, sagte der 31-jährige Spanier. Fernando Alonso besichtigte unter anderem Labore im Herzen der Kraftstoff-Forschung und –Entwicklung. Im Anschluss fuhr der Rennfahrer zur Tankstelle in den Heidenkampsweg. Dort tankte er seinen Rennwagen.

Zahlreiche Schaulustige schauten aus einem anliegenden Bürogebäude aus Fernando Alonsoden Fenstern, viele Autofahrer blieben im Heidenkampsweg stehen um den Augenblick mit zu erleben. Nach der Tankaktion gab Fernando Alonzo noch
einigen Fans Autogramme. Danach flog er mit einem Hubschrauber von Hamburg gen Nürburgring. Ein Blitzbesuch ging zu Ende.

Formel-1-Rennfahrer Fernando Alonso betankt seinen Rennwagen an einer Tankstelle im Heidenkampsweg. Fotos: FoTe Press

 

 


Verschmutze Verkehrsschilder in Hamburg

(mr). „Es wurden vor einiger Zeit zwar viele Straßenverkehrsschilder gereinigt, aber einige Anwohner und ich haben das Gefühl, dass etwa die Hälfte der Schilder vergessen wurde“, sagt Harry Westfehling. Das 20-jährige Mitglied im Regionalsausschuss Horn/Hamm/Borgfeld/Rothenburgsort stellte in der jüngsten Sitzung den Antrag, dass die Verwaltung die zuständige Behörde auffordert, sämtliche Verkehrsschilder umgehend zu reinigen und für eine sichere Verkehrsführung zu sorgen.

„Insbesondere rund um die Parks und in den schmalen, mit Bäumen gesäumten Straßen, sind sehr viele Schilder teilweise bis zur Unkenntlichkeit verschmutzt. Dieser Umstand führt dazu, dass Autofahrer in Einbahnstraßen einfahren und somit sich und Andere gefährden“, sagt Harry Westfehling. Der 20-Jährige fordert von der Behörde, dass mindestens einmal jährlich eine Kontrolle durchgeführt wird, damit diese Zustände nicht wieder entstehen oder rechtzeitig beseitigt werden. Der Regionalausschuss hat den Antrag einstimmig beschlossen. Die Verkehrszeichen in den angesprochenen Quartieren seien in den vergangenen Jahren überwiegend einmal jährlich gereinigt worden. Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten wie beispielsweise Baumbewuchs mit dem sich daraus resultierenden Verschmutzungsgrad wird es Verschmutzungen dort immer wieder geben, heißt es in einer Stellungnahme des Bezirksamts, Fachamt Management des öffentlichen Raumes. Zudem hätte es Beschwerdelagen seitens der Polizei oder Meldungen der Wegewarte im Rahmen ihrer Begehungen noch nicht vermehrt gegeben. Aufgrund der derzeitigen Personalsituation (50 Prozent Langerzeiterkrankte) kann die Schilderreinigung erst nach Abarbeitung der vorrangigen Arbeiten zum Beispiel durch Meldungen der Polizei, Gefährdung der Verkehrssicherheit durchgeführt werden. Es ist daher zusätzlich ein externer Dienstleister beauftragt, der nach dem Abarbeiten einer vorliegenden Liste auch in den angesprochenen Quartieren tätig werden soll. 

VerkehrsschilderDas Schild „Einbahnstraße“ im Hintergrund glänzt vor Sauberkeit. Das Straßennamensschild „Am Elisabethgehölz“ hingegen ist dreckig, dass die Buchstaben kaum lesbar sind. Hier sieht Harry Westfehling dringend Handlungsbedarf. Foto: Röhe