Abriss der „Soulkitchen-Halle“?

Die ehemalige Lagerhalle in der Industriestraße 101 in Wilhelmsburg steht seit Januar 2013 leer. Sie diente 2009 als Filmkulisse für den Kinofilm "Soulkitchen" und soll nun gerettet werden. Foto: Röhe

(mr). Was passiert mit der Soulkitchen-Halle im Stadtteil Wilhelmsburg, die durch den gleichnamigen Film von Fatih Akin weit über die Elbinseln hinaus bekannt ist? Geht es nach dem Betreiber (Mathias Lintl) der Soulkitchen-Halle soll das Kulturzentrum renoviert werden. Die ersten Arbeiten an der ehemaligen Lagerhalle begannen Ende 2012. Anfang 2013 dann allerdings der Stopp, weil es seit Januar keine Nutzungsgenehmigung mehr für das nichtkommerzielle Kulturzentrum in der Industriestraße 101 gibt. Geht es allerdings nach dem Willen des Eigentümers, die Sprinkenhof AG, soll das Gebäude abgerissen werden.

Fakt ist: Im Juni 2013 wurde Betreiber Mathias Lintl und sein Team ohne Vorwarnung vor die Tür der Soulkitchen-Halle, die zuletzt als Veranstaltungshalle fungierte, gesetzt. Das Bezirksamt Mitte hatte derart grobe statische Mängel festgestellt, dass das Betreten der Halle als Gefahr eingestuft wurde. Das Gelände ist weiträumig eingezäunt, seitdem steht ein Abriss bevor. Betreiber und Befürworter haben eine Petition zum Stopp der Abrissvorbereitung und der Vergabe des Geländes einer Frist bis Frühjahr 2014 ins Leben gerufen, um bis dahin ein Umbau- und Nutzungskonzept erarbeiten zu können. Dies geschehe in diesen Tagen. Alle Hamburger sind dazu aufgerufen, der Kulturstätte Soulkitchen zu helfen. Hintergrund: Die ehemalige Lagerhalle im Stadtteil Wilhelmsburg war 2009 Drehort für den Film „Soulkitchen“ des deutschen Regisseurs Fatih Akin mit Moritz Bleibtreu in einer der Hauptrollen. In dem Kinofilm geht es um exakt das aktuelle Problem: Die Erhaltung der Soulkitchen.

Wer das Gebäude tatkräftig unterstützen möchte, kann die Petition unterschreiben.


Uschi Glas: „Frühstück fördert soziale Kompetenz“

(mr). Ein gemeinsames Frühstück fördert das Lernvermögen, aber darüber hinaus auch soziale Kompetenz“, sagt Uschi Glas. Die Schauspielerin kam aus München angereist, um ihren gemeinnützigen Verein „brotZeit“ vorzustellen. Zu den bislang sieben Schulen, die der Verein in der Förderregion Hamburg unterstützt, gehört seit 30. Oktober die Grundschule Archenholzstraße in Billstedt. „Bei uns Zuhause gab es jeden Morgen ein Frühstück“, erinnert sich Uschi Glas und ergänzt: „Meine Mutter bereitete frisches Obst zu, machte Marmelade selbst und erntete aus unserem Garten frisches Gemüse und Obst selbst. Frühstücken war ein morgendliches Ritual.“

Die 68-jährige sieht in der heutigen Zeit zwei elementare Probleme. Zum einen das Problem Brot. Jeder vierte der sechs bis zehnjährigen Schüler an Grundschulen käme ohne Frühstück, ohne Pausenbrot und ohne Geld in die Schule. Kinder hätten keinen Hunger oder es fehlen schlichtweg finanzielle Mittel, um die Kinder ausgewogen zu ernähren. Zum anderen das Problem Zeit. Viele Eltern hätten oder nähmen sich kaum Zeit mehr für ihre Kinder. Dabei spielten die unterschiedlichsten Gründe, von „keine Lust“ bis hin „keine Zeit, weil…“, eine Rolle. In jedem Falle leiden aber die Kinder darunter. „Wir wollten etwas verändern und kamen 2008 auf die Idee, mit dem Verein brotZeit Lösungen zu finden und Kindern zu helfen“, sagt Dieter Hermann, Vorstandsmitglied Ehemann von Uschi Glas.

Uschi Glas und Ehemann Dieter HermannDas Ziel ist daher, für alle ein „brotZeit-Frühstückzu initiieren. Ein einfaches, aber ausgewogenes Frühstück mit Milch, Müsli, Obst, Brot, Wurst, Käse, Marmelade, organisiert und zubereitet von „aktiven Senioren“ in Kooperation mit der jeweiligen Schulleitung. Gudrun Wietfeld, Ingeburg Diekötterer und Marlies Burmester gehören in der Grundschule Archenholzstraße zu den starken Senioren und helfen bei der Vorbereitung und Ausgabe des Frühstücks, bei den Hausaufgaben- und Betreuungsstunden, bei der gezielten Förderung von Schwachstellen und der Freizeitgestaltung. „Ich habe selbst zwei Kinder und weiß, wie wichtig ein tägliches Frühstück ist.

Uschi GlasDamit fällt oder steht ein Tag“, sagt Marlies Burmester. Schirmherrin Uschi Glas bekräftigt, dass es in Deutschland nun mal leider so ist, dass sich mindestens 30 Prozent aller sechs- bis zehnjährigen Schüler jeden Morgen mit leerem Magen auf dem Weg in die Schule macht. Es bestehe dringender Handlungsbedarf. Von daher werde ab jetzt auch in Hamburg nach dem Motto „wir geben Brot, wir geben Zeit“ gehandelt.

Unsere Fotos zeigen Uschi Glas zusammen mit ihrem Ehemann, sowie mit Kindern einer Schule in Billstedt. Fotos: Röhe


Warnkross und Carpendale jetzt verheiratet

(mr). Annemarie Warnkross und Wayne Carpendale (Sohn von Howard Carpendale) haben geheiratet – und zwar still und leise.
Dies verriet die Prosieben-Moderatorin („red!“) mit den Worten „Yessssss, we did it“ und drei großen Liebesherzen auf ihrer Facebook-Seite. Zudem postete Warnkross ein romantisches Foto mit Meereskulisse dazu, auf dem zwei leere, aber geschmückte Stühle zu sehen sind. Auch Carpendale schreibt auf seiner offiziellen Seite: „yes, we did it“ – allerdings nur mit zwei Warnkross und CarpendaleLiebesherzen.
Verlobt waren beide seit 2011. Um Hochzeitstermin und -ort hatten die beiden lange ein Geheimnis gemacht. Selbst jetzt – nach Bekanntgabe der Hochzeit – gibt das Management von Carpendale keine offizielle Auskunft. Wir haben allerdings nichts anderes erwartet. Eine Agentur, die sich bezüglich von Interviews mit dem Sohn von Howard Carpendale derartig anstellt (mit schriftlicher Abdruckgenehmigung und Freigabe). Was will man da Konstruktives erwarten…

Unser Foto zeigt das Paar bei einer Veranstaltung in Hamburg. Foto: FoTe-Press


Löwe von Familiengrab Hagenbeck gestohlen

(ha/ds). Erschütterung und Fassungslosigkeit löste am 7. Januar 2014 eine Nachricht in der Familie Hagenbeck aus. Die Hamburger Friedhöfe verkündeten die Nachricht vom Diebstahl des Grabschmucks auf dem Familiengrab Hagenbeck auf dem Gelände des Ohlsdorfer Friedhofs. Es handelt sich um eine lebensgroße Bronzestatue des Löwen Triest, des Lieblingstieres von Tierparkgründer Carl Hagenbeck. „An dieser Darstellung des schlafenden Löwen hängen nicht nur Familienerinnerungen, sie ist auch ein Kunstgegenstand“, heißt es in einer Presseerklärung der Familie. Der Tierbildhauer Josef Pallenberg fertigte die Skulptur an. Er war auch der Schöpfer der Bronzefiguren auf dem historischen Jugendstiltor im Tierpark.

Die entwendete Löwenfigur sei nach Angaben der Familie Hagenbeck ein kostbares historisches Einzelstück. Umso mehr schmerzt es die Familie, wenn vermutlich Buntmetallräuber die Skulptur ausschließlich wegen des Metallwerts entwendet haben. Es wurde bereits Strafanzeige erstattet. Erst im Frühjahr 2013 wurde vom Familiengrab Hagenbeck das Bronzetor entwendet. Da kurze Zeit vorher die Grabstelle komplett renoviert wurde, gab es Fotos, auf denen auch das Bronzetor gut zu erkennen war. Nach diesen Aufnahmen wurde eine Replik aus Edelstahl angefertigt.

Löwe Triest jedoch ist unersetzlich. Dieser Bronzediebstahl ist ein weiterer in einer Reihe auf dem Friedhof Ohlsdorf. Seit 2011 ist die Problematik bekannt. Die Friedhofsverwaltung steht seitdem in engem Kontakt mit der Polizei. Alle Bronzen wurden katalogisiert und der Bestand wird regelmäßig kontrolliert. Zusätzlich wird die Reiterstaffel der Polizei auf dem Gelände eingesetzt. Auch wenn die Hoffnung nicht groß ist, bittet die Familie Hagenbeck eventuelle Zeugen, sich bei der Polizei zu melden. Vielleicht ist es noch nicht zu spät, um das unersetzliche Kunstwerk zu retten.

Grabstätte Familie HagenbeckDie Grabstätte der Familie Hagenbeck auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Der Löwe ist seit Dienstag, dem 7. Januar 2014, verschwunden. Foto: Röhe