„Hamburg Ole“ kommt im September

Eve Champagner, Ikke Hüftgold, Jürgen Drews, Olivia Jones, Mia Julia, der Veranstalter Markus Krampe und Veuve Noire freuen sich auf "Hamburg Ole" im September 2017. Foto: FoTe-Press

(mr/ha). Ein großes Schlager- und Partyhits-Festival auf der Trabrennbahn in Hamburg wirft seine Schatten voraus: „Hamburg Ole“ heißt es im September erstmalig in der Hansestadt. Die Ole-Party-Tour mit gegenwärtig sieben Locations, insgesamt 300.000 Besuchern im vergangenen Jahr, mindestens 15 Live-Acts pro Veranstaltung und bundesweit vertreten, gehört die Olé Party-Tour zu den größten Musikveranstaltungen Deutschlands – und sie wächst weiter. Erstmalig geht es in den hohen Norden – Hamburg Olé kommt! Die Trabrennbahn Bahrenfeld wird am 2. September 2017 Austragungsort für diese spektakuläre Open Air-Party – und keine Geringere als Drag Queen Olivia Jones wird Hamburg Olé präsentieren. Als Gäste haben unter anderem zugesagt Mickie Krause, Matthias Reim, Michael Wendler, Die Atzen, Jürgen Drews, Ikke Hüftgold, Norman Langen und Klaus & Klaus. Der Veranstalter rechnet mit 20.000 Besuchern. Eintrittskarten und ausführliche Informationen zu „Hamburg Ole 2017“ finden Sie unter www.oleparty.de.


„Falscher Staatsanwalt“: Täter wird nicht bestraft

(as). In Zeitungsmeldungen wird oft über falsche Polizisten gewarnt. Nun kam es zu einem Fall, in dem sich ein Geschäftsmann als Staatsanwalt ausgab, obwohl er keiner ist. Aber anstatt dass die „echte“ Staatsanwaltschaft diesem Mann mittels eines saftigen Bußgeldes aufzeigt, dass es so nicht geht, veranlasst sie über das Amtsgericht Hamburg, den Zeugen und Anzeigenden Stefan F. (Name geändert) einen Strafbefehl über knapp 300 Euro zukommen zu lassen. Zum Fall: Ein Autofahrer soll provozierend langsam gefahren und mehrfach abgebogen sein, ohne den Blinker zu setzen. Dann käme es zu einem Beinahunfall wegen des Nichtblinkens. Zu guter letzt soll der Autofahrer seinen Mittelfinger und das „Arschloch“-Zeichen gezeigt haben. „Grund genug, gegen den Autofahrer vorzugehen“, sagt Stefan F., der mit seinem Kumpel im nachfolgenden PKW saß. Dann hielt der Geschäftsmann plötzlich auf einem Mittelstreifen an. „Meine Chance, den Fahrer zu Beweiszwecken zu fotografieren“, sagt Stefan F.. Dann habe der Fahrer seine Fensterscheibe gesenkt und Stefan F. mit den Worten „Ich bin Staatsanwalt, ihr bekommt mächtig Ärger. Ihr legt euch mit einem Staatsanwalt an“ angesprochen haben. Stefan F. und sein Kumpel stellten Strafantrag wegen Beleidigung und Nötigung und erbrachten gleichzeitig den Hinweis, dass sich der Autofahrer einer Amtsanmaßung schuldig gemacht hat. Am 3. Januar 2013 die Entscheidung zu diesem Fall von der Staatsanwaltschaft Hamburg: Das Ermittlungsverfahren ist gemäß § 153 der Strafprozessordnung mit Zustimmung des Gerichts eingestellt worden, weil die Schuld als gering anzusehen ist und kein öffentliches Interesse an der Verfolgung besteht. Was nun folgte, haut den Zeugen Stefan F. fast um. „Wenige Wochen später flatterte mir ein Strafbefehl über knapp 300 Euro ins Haus – wegen Beleidigung“, sagt Stefan F. „Unglaublich, dass sich das Blatt hier unbegründet gewendet hat“, sagt Stefan F.. Grund des Strafbefehls: Stefan F. soll in einer ehrverletzenden Art lautstark die Schimpfwörter „Drecksau“, „Arsch“ und „Idiot“ benutzt haben. Das behauptet jedenfalls der Geschäftsmann – und zwar so überzeugend, dass selbst ein Richter diesem Mann Glauben schenkte. „Der Beschuldigte war zuvor bislang strafrechtlich noch in keiner Weise in Erscheinung getreten“, begründet Oberstaatsanwältin Nana Frombach, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg, die Einstellung des Verfahrens und ergänzt: „Soweit es den Vorwurf der Beleidigung gegen Stefan F. betrifft, beruht dieser auf dessen eigenen Angaben gegenüber der Polizei und nicht darauf, dass den Angaben des Geschäftsmanns mehr Glauben geschenkt worden ist als denen des Herrn F.“ Merkwürdig: erst nachdem Stefan F. Einspruch gegen den Strafbefehl einlegte und es daraufhin zu einer Hauptverhandlung kam, wurde das Verfahren eingestellt. Der Staatsanwaltschaft sind im Gerichtsaal Ungereimtheiten aufgefallen.


Größter Miniatur Flughafen der Welt eröffnet

(mr). Nach sechs Jahren Bau- und Entwicklungszeit, 150.000 Arbeitsstunden, 40.000 von Hand angeschlossenen LEDs, 100 km Kabel, 15.000 Minifiguren, 1000 Metern Gleis, gut 50.000 Programmierzeilen und 3,5 Millionen zur Miniatur geworden Euros, war es so weit – der Airport Knuffingen wurde eröffnet.
Vor den Augen von 100 geladenen Journalisten wurde der Abschnitt feierlich vom ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz, Niki Lauda, sowie den Zwillingsbrüder und Wunderlandgründern Frederik und Gerrit Braun eingeweiht. Gemeinsam drückten die Vier einen Schubhebel nach vorne und der Betrieb des Airport Knuffingen begann Sekunden später.
„Was für ein Moment! Auf diesen Tag haben wir sechs Jahre hingearbeitet und häufig gezweifelt, ob wir dieses Miniaturmammutprojekt jemals abschließen werden“, erklärt Gerrit Braun Gründer und Flughafenleiter des Miniatur Wunderlandes und fügt hinzu:“ Die größte Herausforderung war die Alleinstellung. Es gibt nirgends auf der Welt etwas Vergleichbares, von dem wir hätten lernen können. Wir mussten alles selbst entwickeln, von der Steuerung eines kleinen Cateringfahrzeugs bis hin zum Satellitensystem zur Steuerung von 40 Flugzeugen und 90 Fahrzeugen. Da ging es häufig nur noch nach dem Prinzip „Try and Error“ Nicht allzu effektiv, aber beim Anblick des fertigen Flughafens war es jede Mühe wert“.
Ab sofort wird der Knuffingen Airport 365 Tage im Jahr geöffnet sein und sich zum wahrscheinlich wichtigsten Miniaturdrehkreuz der Welt entwickeln. Täglich wird es rund 360 Starts und Landungen geben und jährlich werden knapp 30.000.000 Miniaturpassagiere von Knuffingen aus die Welt bereisen. Ob Innsbruck oder Islamabad – von Knuffingen geht es per Direktflug auf alle fünf Kontinente. „Ich bin total überrascht“, sagt Niki Lauda überwältigt. „Ich habe in meinem ganzen Leben so etwas noch nicht gesehen.“ Niki Lauda (Foto) mit einem Modell eines Flugzeugs bei der Eröffnung. Foto: FoTe Press


Gelbe Karte für Falschparker

(ha). Die „gelbe Karte“ zeigt der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter  jetzt Falschparkern auf Behindertenparkplätzen. „Wir appellieren an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer, die Behindertenparkplätze für betroffene Menschen mit einer entsprechenden Parkberechtigung freizuhalten“, betont Ulf-D. Schwarz, Geschäftsstellenleiter beim BSK.  Mit einem witzigen aber eindeutigen Cartoon von TAZ-Karikaturist TOM werden Falschparker ermahnt. Die Polizei hat übrigens weniger Verständnis für dieses Fehlverhalten und belangt Verkehrssünder mit einem Bußgeld und hohen Abschleppkosten. 10 Kärtchen können gegen Einsendung eines mit 90 Cent frankierten und adressierten Briefumschlages beim BSK e.V., Postfach 20, 74238 Krautheim, bestellt werden.


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 „Kleiner Tarzan“, der ein ganz Großer ist

(mr). Eineinhalb Stunden vor Beginn der Vorstellung betritt ein zwölfjähriger Junge mit einem silberfarbenen Roller den Künstlereingang des Stage Theaters Neue Flora in der Stresemannstraße. Freundlich wird er vStepan Belyaevom Pförtner begrüßt, zeigt einen Ausweis und geht in den ersten Stock des riesigen Theater-Gebäudes, setzt sich in einen Aufenthaltsraum. Lächelnd begrüßt ihn dort Katrin Reiss – eine von drei Betreuerinnen, die sich um die Kinderdarsteller des erfolgreichen Musicals Tarzan kümmern. Nun wird klar: Der zwölfjährige Rollerfahrer heißt Stepan Belyaev, wohnt in Hamburgs Innenstadt und gehört zu insgesamt elf Kindern, die abwechselnd die Rolle des „kleinen Tarzans“ besetzen. Heute steht Stepan Belyaev zusammen mit 23 weiteren Akteuren, darunter Hauptdarsteller Alexander Klaws (Tarzan), Rommel Singson (Terk) und Ina Trabesinger (Jane), auf der Musical-Bühne. Doch bevor es soweit ist, muss er einige Stationen abklappern. „Als erstes fülle ich meine Wasserflasche auf, dann ziehe einen Bademantel und Latschen an“, erzählt der Jungdarsteller. „Danach geht es in den vierten Stock zum Aufwärmtraining“, ergänzt Belyaev. Dort dehnt er sich, macht Gymnastik und wärmt seinen Körper mit verschiedenen Übungen auf. Nach einiger Zeit stoßen der Dirigent und Darsteller „Terk“ dazu – gemeinsam bereiten sie sich für die Vorstellung vor.

Im Anschluss geht es wieder zurück in den Kinder-Aufenthaltsraum in den ersten Stock. Dort zieht sich Stepan Belyaev spezielles Fluggeschirr, so genanntes „Harness“, und sein Tarzan-Kostüm an. Schnell noch den Bademantel übergezogen, geht’s in den Maskenraum, in dem Judith Baschin schon wartet. Zunächst fixiert sie seine Haare mit Haarklammern, bevor sie dem zwölfjährigen eine Perücke, auf der ein Mikrofon angebracht ist, aufsetzt. Diszipliniert und ruhig sitzt Stepan Belyaev auf dem Stuhl und lässt sich von der Maskenbildnerin in den „kleinen Tarzan“ verwandeln. Gute dreißig Minuten später sitzt die Perücke perfekt auf dem Kopf des 1,30 Meter großen Schülers. Nun muss er hinter die Bühne: in eigens dafür aufgebauten Schmink-Ecken bekommt der Zwölfjährige ein Ganzkörper-Make-Up aufgetragen. „Obwohl ich schon seit drei Jahren dabei bin, hab ich mich an die kalte Farbe noch immer nicht gewöhnt“, sagt Stepan Belyaev. Sein gesamter Körper wird mit den Farben braun, grün, gelb und blau angemalt.

„Die Farben sind sehr kalt und außerdem kitzelt der Pinsel wahnsinnig“, so Belyaev weiter. Halbnackt verwandelt sich Stepan Belyaev immer mehr zum „kleinen Tarzan“, der im Stück von der Affenmutter Kala aufgezogen und geliebt wird. Um sich warm zu machen, trommelt er auch gerne mal mit geballten Fäusten auf seine Brust. Nun kommt ein Spezialist der Flugsicherheit und überprüft den Harness, das in Argentinien extra fürs Tarzan-Musical entwickelt wurde. „Der Harness ermöglicht den Darstellern, sich während der Flugszenen um die eigene Achse zu drehen. Bei jeder Show sind bei uns speziell ausgebildete Industriekletterer hinter der Bühne, die als Flugsicherheitsmanager arbeiten. Vor jeder Vorstellung vergewissern sie sich, dass alles funktioniert“, erklärt Michaele Pruemmer, PR-Managerin von Stage Entertainment.

Es sind noch etwa 30 Minuten bis zur Vorstellung: Stepan Belyaev macht sich nun auf den Weg zum Mikrofon-Check. „Ein, zwei, drei“ – das Mikrofon ist eingeschaltet, dem Einsingen steht nichts mehr im Wege. Lampenfieber? Aufregung? Fehlanzeige! „Als ich damals anfing, zitterte ich kurz vor dem ersten Auftritt ein wenig. Aber jetzt ist das etwa drei Jahre her – jetzt zittere ich schon lange nicht mehr“, sagt Stepan Belyaev. Der Sechstklässler verhält sich sehr professionell; Selbst wenn in einer Vorstellung mal etwas schief geht, improvisiert er. „Als ich mit Terk im Baum saß, fiel mir eine Frucht herunter. Eigentlich hätte ich sagen müssen `Ich hab die Frucht…`, aber ich habe dann einfach `Ich hatte die Frucht…`gesagt. So einfach geht das“, sagt der „kleine Tarzan“ lachend. Pfiffig war er übrigens auch beim Vorstellungsgespräch und dem anschließenden Casting. „Ich konnte meinen Text nicht vollständig auswendig. Da bat ich darum, dass ich als letzter aufsagen möchte. So konnte ich den Text von den anderen 20 Mitbewerbern ein paar hören und lernen“, sagt der „kleine Tarzan, der ein ganz Großer ist…

Stepan Belyaev Stepan Belyaev Stepan Belyaev

Stepan Belyaev spielt in dem Musical „Tarzan“ den kleinen Tarzan. Fotos: FoTe-Press


Loki-Schmidt-Schule in Hamburg-Bahrenfeld eröffnet

(mr). Fast zwei Jahre nach dem Tod von Hannelore „Loki“ Schmidt, Helmut SchmidtEhefrau des Altkanzlers Helmut Schmidt, ist die Schule Othmarscher Kirchenweg in Hamburg-Altona im Rahmen eines Festaktes in Loki-Schmidt-Schule umbenannt worden. „Ich begrüße Sie alle an der Loki-Schmidt-Schule. Denn so heißt sie jetzt. Und wir haben vor, uns dieses Namens würdig zu erweisen“, sagte Schulleiter Henrik Klüver bei seiner Begrüßung der etwa 600 Gäste. Auch Helmut Schmidt und Tochter Susanne Schmidt nahmen an der Feier teil. Der Alt-Bundeskanzler zeigte sich bestens gelaunt, scherzte mit den vielen Kindern der Schule und machte Faxen. Fernsehgärtner John Lenley, ehemaliger Schüler, erzählte von seinem Erlebnis mit Loki Schmidt als Lehrerin.

Helmut Schmidt„Sie ging eine Treppe hinauf und wurde von dem Hausmeister aufgefordert, wie alle anderen Kinder auf den Pausenhof zu gehen. Dann musste sie erstmal dem Hausmeister erklären, dass sie die neue Lehrerin sei.Das war eine lustige Geschichte“, sagte der TV-Gärtner. Susanne Schmidt sagte: „Meine Mutter hätte sich sehr gefreut, wenn sie diese Ehrung noch miterlebt hätte.“ Ihre Mutter sei mit unglaublicher Begeisterung Lehrerin gewesen, es habe ihr immer Spaß gemacht, Kinder zu unterrichten. An dem Festakt nahmen unter anderem auch Ex-Verteidigungsminister Volker Rühe, Katharina Trebitsch und Bildungssenator Ties Rabe teil. Von 1949 bis 1962 hatte Loki Schmidt an der Schule in Altona unterrichtet. Die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf war ihr als Lehrerin ein Anliegen und ist seit Jahrzehnten ein Schwerpunkt der Grundschule. Loki Schmidt war am 21. Oktober 2010 im Alter von 91 Jahren gestorben. Sie war fast sieben Jahrzehnte mit ihrem Mann Helmut verheiratet. Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg. 

Susanne Schmidt  

Tochter Susanne Schmidt und Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt bei der Eröffnung der Loki-Schmidt-Schule in Hamburg. Fotos: FoTe-Press


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