Kfz-Diebe stehlen 200 Autos monatlich

Autoknacker am Werk: in Hamburg werden jeden Monat fast 200 Fahrzeuge gestohlen. Foto: FoTe-Press

(ha/mr). Es ist eine Zahl, die wütend macht. Jeden Monat werden in Hamburg fast 200 Autos gestohlen – die meisten Täter entkommen dabei unerkannt. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 2.333 Diebstähle von Kraftfahrzeugen beziehungsweise unbefugter Gebrauch eines Fahrzeuges bei der Polizei angezeigt. Zum Vergleich: 2015 waren es 2.295 Anzeigen. Die Aufklärungsquote liegt im Jahr 2016 bei 9,2 Prozent. Das ist das Ergebnis der Kriminalstatistik, die hier abrufbar ist.


Vom Versicherungskaufmann zum Fernsehstar

(mr). Mit lockeren Gags und einem strahlenden Lächeln halten unsere Fernsehmoderatoren ein Millionenpublikum bei Laune. Aber wie wird man zum Showmaster – Fernsehmoderator ist schließlich kein Lehrberuf. Nachfrage beim Management und Recherche im Internet erlauben einen Einblick in die Vita deutscher Fernsehmoderatoren. Dieser Einblick macht deutlich: So manche Moderatoren sind Quereinsteiger und haben ihren Lebensunterhalt einst mit ganz anderen Berufen bestritten. Um bei einer Rundfunkanstalt als Moderator zu landen, ist neben Talent und einem „Fernsehgesicht“ genauso viel Glück nötig – und der Moderator in spe muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort bei den richtigen Menschen sein. Am bekanntesten dürfte der Werdegang von Dieter-Thomas Heck sein: „Mister Hitparade“ agierte von 1957 bis 1961 als Autoverkäufer. Der in Flensburg geborene und in Hamburg aufgewachsene Heck wurde in der Fernseh-Nachwuchs-Show „Toi toi toi“ von Peter Frankenfeld als Sänger entdeckt und arbeitete danach als Rundfunksprecher beim Südwestfunk (heute Südwestrundfunk). In einem TV-Interview gab Heck sogar zu, als Kind gestottert zu haben. Heute gehört Dieter-Thomas Heck zu den beliebtesten Fernsehgesichtern im deutschen Fernsehen. Ein weiteres bekanntes Beispiel ist Stefan Raab: Der Entertainer machte zunächst eine Lehre zum Metzger und begann ein Jurastudium, welches er nach einigen Semestern abgebrochen hatte. Grund: Er gründete eine Musikproduktionsfirma. 1993 versuchte er dem Kölner Musiksender VIVA selbstkomponierte Stücke zu verkaufen – er wurde gleich an Ort und Stelle als Moderator verpflichtet.

Der Hannoveraner Oliver Pocher verkaufte im Vorwege seiner Fernsehkarriere Versicherungspolicen. Heute moderiert Pocher eigene Fernsehshows („Rent a Pocher“), die sich im Privatfernsehen hoher Einschaltquoten erfreuen. Vom Kandidaten zum Showmaster: Der Werdegang von Kai Pflaume hätte nicht besser sein können. Pflaume, heute Allzweckmoderator bei Sat.1 („Nur die Liebe zählt“, „Glücksspirale“), flüchtete 1989 aus der DDR nach Frankfurt am Main. Dort arbeitete er als Aktienhändler, bewarb sich bei der ARD-Flirtshow „Herzblatt“. Pflaume war von der Studio-Atmosphäre so begeistert, dass er sich bei den einzelnen Sendern als Moderator vorstellte. Nur ein paar Monate später moderierte Kai Pflaume die Show „Nur die Liebe zählt“. Sonja Zietlow („Das Dschungelcamp“) war vor ihrer Fernsehlaufbahn Flugzeugpilotin, Birgit Schrowange agierte als Anwaltsgehilfin und wechselte als Sekretärin zum Westdeutschen Rundfunk, bei dem sie sich zur Moderatorin hocharbeitete. Reinhold Beckmann („Beckmann“) absolvierte eine Lehre als Fernsehtechniker, Rudi Cerne („Aktenzeichen XY“) war als Eiskunstläufer sehr erfolgreich. Mike Krüger („Vier gegen Willi“) sang – mit Gitarre ausgestattet – in Hamburger Kneipen Lieder wie „Der Nippel“ und „Mein Gott Walter“, um sich sein Architekturstudium zu finanzieren.

Einige der heute großen Fernsehmoderatoren zog es schon in jungen Jahren auf die Bretter, „die die Welt bedeuten“. So stand beispielsweise Late-Night-Talk-Master Harald Schmidt auf verschiedenen Bühnen und kam auf diese Weise zum Fernsehen. Jürgen von der Lippe („Geld oder Liebe“) hatte während seines Studiums (Germanistik, Linguistik, Philosophie) erste Auftritte als Liedersänger und gründete unter anderem mit Hans Werner Olm die Blödeltruppe „Gebrüder Blattschuss“ („Kreuzberger Nächte sind lang“). Thomas Gottschalk („Wetten, dass…?“), Carmen Nebel („Willkommen bei Carmen Nebel“), Andrea Kiewel („ZDF Fernsehgarten“) und Christian Schröder („Schleswig-Holstein Magazin“) drückten früher die Schulbank: sie alle waren Lehrer oder haben zumindest einige Semester studiert. „Musikantenstadl-König“ Karl Moik absolvierte eine Ausbildung zum Werkzeugmacher. Danach tingelte er als Vertreter für alle möglichen Öfen, Kopiergeräte sowie Fernsehantennen durch Österreich. Zudem verdiente er sich Geld, indem er mit einer Jazzband durch Kneipen zog.
Viele der heute erfolgreichen Moderatoren waren übrigens vorher als Models auf verschiedenen Laufstegen unterwegs. Unter anderem Sonya Kraus („talk talk talk“), Alexander Mazza („Brisant“) oder Thomas Ohrner. Ohrner verzierte mehrere Jahre mit seinem Gesicht die Verpackung der „Kinderschokolade“.
Was lernen wir daraus: Ein charmantes Lächeln und ein schönes Gesicht hat bereits so manchem die Karrierelaufbahn freigeschaufelt, und das nicht nur im Fernsehen.

Sonja Zietlow Karl Moik  Oliver Pocher

Sonja Zietlow war früher Pilotin. Karl Moik war früher ein Ofenverkäufer. Oliver Pocher war vor seiner Karriere beim Fernsehen Versicherungskaufmann. Fotos: FoTe-Press


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Taufe von „Mein Schiff 3“ im Hamburger Hafen

(ha/mr). Es ist nicht nur das schönste neue Schiff von Tui Cruises, sondern auch die wohl schönste Taufpatin: Am 12. Juni 2014 verlieh Deutschlands erfolgreichste Sängerin Helene Fischer (“Atemlos”) der “Mein Schiff 3” am Kreuzfahrtterminal in der HafenCity ganz offiziell ihren Namen.
DreharbeitenVor etwa 1.700 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie zahlreichen Schaulustigen fand die glanzvolle Taufzeremonie unter dem Motto „Diamant trifft Perle“ an der Pier des Hamburg Cruise Center statt. So erwiesen unter anderem Staatsrat Bernd Egert (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation), Unternehmer Albert Darboven (Unternehmer), Hamburgs Flughafenchef Michael Eggenschwiler, sowie prominente Persönlichkeiten wie Barbara Wussow, Karl Dall, Mariella Ahrens, Rainer Calmund, Jorge Gonzales, Hardy Krüger Junior und Judith Rakers der “Mein Schiff 3” die Ehre.

Gemäß dem Taufmotto „Diamant trifft Perle“ bekamen Gäste und Zuschauer eine einzigartige Show geboten, in der sich technisch aufwendige Videoinszenierungen mit Tanz, Gesang und Artistik auf der zweigeschossigen Taufbühne verwoben. Dabei hatte die Kreuzfahrtreederei aus gegebenem Anlass sogar das Thema Fußball einfließen lassen. In diesem Zusammenhang sorgte Lokalmatador Lotto King Karl für emotionale Momente, als er seine Hymne auf die Hansestadt „Hamburg meine Perle“ anstimmte. Das Highlight der Taufzeremonie am Nachmittag des 12. Juni waren die exklusive Auftritte von Helene Fischer. Sie sang ihre Erfolgstitel “Phänomen” und “Atemlos” ist einer langsamen Version, wie sie zuvor noch niemand gehört hat.

DreharbeitenWährend des Taufaktes schwebte die Künstlerin vor begeistertem Publikum an einem riesigen, perlenartigen Ballon zum Schiff hinauf, um die obligatorische Champagnerflasche am Schiffsbug zerschellen zu lassen. „Meine größte Angst war, dass die Flasche nicht kaputt geht. Aber alles hat fantastisch geklappt und ich bin sehr stolz auf mein neues Patenkind“, sagte Helene Fischer unmittelbar nach dem Taufakt. Als Glücksbringer überreichte Matrose Mihai Catalin Feraru den Flaschenhals an Helene Fischer. Für Feraru ist dies eine besondere Auszeichnung für seine langjährige, gute Arbeit an Bord der „Mein Schiff“-Flotte. Bereits am Vormittag hatte die Sängerin auf einer Pressekonferenz an Bord des Kreuzfahrtschiffes gesagt: „Natürlich ist es für mich eine besondere Ehre. Ein Schiff tauft man nicht alle Tage.“
Helene Fischer hatte den Rohbau bereits seinerzeit auf der Werft im finnischen Turku besichtigt, wie sie erzählte. Am 12. Juni sei sie erneut an Bord gegangen: „Das Schiff besichtigt zu haben, war für mich noch mal ein weiteres Highlight, weil ich mir natürlich im Rohbau nicht vorstellen konnte, wie groß und toll das Schiff dann letztendlich sein wird.“
Fischer habe nach eigenen Angaben selbst Hand angelegt: „Es gibt irgendwo auf dem Schiff eine Schweißnaht von mir. Und darauf bin ich auch ein bisschen stolz. Es war das erste Mal, dass ich Schweißerarbeiten vorgenommen habe.“

DreharbeitenRichard J. Vogel (Tui Cruises Geschäftsführer) ergänzte schmunzelnd: „Die Stelle hält, das kann ich Ihnen versprechen.“ Am Abend feierten zehntausende „Mein Schiff“-Fans das neue Schiff vor maritimer Kulisse auf dem St. Pauli Fischmarkt. Zu dem kostenlosen Open-Air-Konzert mit Helene Fischer hatte Tui Cruises geladen.
„Dieses Konzert ist unser Geschenk an alle Hamburger. Wir sind beeindruckt, wie viele Menschen unserer Einladung gefolgt und so Teil dieses für uns so besonderen Tauftages geworden sind“, sagte Vogel. Für Dreharbeitenbeste Stimmung sorgte die Hamburger Band „Sarajane“ mit mitreißendem High Energy Soul. Höhepunkt des Abend war der Auftritt von Helene Fischer mit einem etwa eineinhalbstündigen Live-Konzert.

DreharbeitenSängerin Helene Fischer an Bord der „Mein Schiff 3“, auf der es um 10 Uhr morgens eine Pressekonferenz gab. Fotografen belagern die beliebte Schlagersängerin. Das Foto (links) zeigt die Sängerin mit ihrer Band vor dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“. Fotos: FoTe-Press