SchulmusikPreis 2017 geht nach Hamburg

Unter dem Projektnamen "Klassik meets Jazz" hat Musiklehrer Jens Illemann ein halbes Jahr mit drei verschiedenen Jahrgängen an dem Projekt gearbeitet und darf sich nun über ein Preisgeld von 4.000 Euro freuen. Foto: ha

(ha). „Mein Ansatz war es, die Welten von Klassik und Jazz und die Bereiche Theorie und Praxis miteinander zu verbinden.“, sagt Jens Illemann, Lehrer des Johannes-Brahms-Gymnasiums, der ein halbes Jahr lang mit drei unterschiedlichen Musikkurs der Jahrgänge 6, 10 und 12 an dem Projekt gearbeitet hat. Im Zentrum des Unterrichtsversuchs stehe das Improvisieren, weil es für alle Schüler die Möglichkeit biete, auf dem eigenen Leistungsstand Musik zu machen. „Das Ziel“, ergänzt Illemann, „war es, dass jeder Schüler selbstständig ein klassisches Stück von Beethoven in ein Jazzstück umwandelt und so Klassik und Jazz vermischt werden.“

Schulleiter Christoph Preidt betont: „Was gibt es Besseres für eine Schule, als engagierte Kolleginnen und Kollegen, die immer wieder frischen Wind in den Unterricht einbringen? Dieser Preis ist für uns und besonders für unseren Kollegen Jens Illemann eine Anerkennung und Wertschätzung der besonderen Art.“  Begründung der Jury: Das mit drei unterschiedlichen Jahrgängen realisierte Projekt „Klassik meets Jazz“ unter der Leitung von Jens Illemann zeichnet sich durch ein schlüssiges Konzept aus, bei dem theoretische Inhalte mit musikpraktischen Inhalten kombiniert werden. Der Umgang mit Heterogenität in den Klassen ist hervorragend und führt dazu, dass die SchülerInnen je nach eigenem Kenntnisstand adäquat gefördert werden. Besonders hervorzuheben ist die gelungene Einbindung des Improvisierens, als selbstverständlichen Bestandteil des aktiven Musizierens von Anfang an. Ein ambitioniertes aber durchaus auf andere Klassen übertragbares Gesamtkonzept.


IT-Gipfel: Hamburg ergreift die Chancen der Digitalisierung

(ha/mr). Hamburg war Gastgeber des Nationalen IT-Gipfels. Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg begrüßte Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und etwa 800 Fachbesucher in der Handelskammer. Im Zentrum des Kongresses stand die Debatte über den digitalen Wandel und den Einfluss auf Gesellschaft und Wirtschaft. In einem Exponat zum Thema „Content & Technology“ zeigten ansässige Unternehmen, dass sie die Chancen der Digitalisierung im Schulterschluss mit der Stadt ergreifen und mit innovativen Wertschöpfungsmodellen bestens auf den Strukturwandel vorbereitet sind.

Hamburg versteht sich als einen der großen IT-Standorte und nutzt als „Smart City“ die Möglichkeiten, die digitale Anwendungen bieten um Dienstleistungen in ihrer Qualität zu verbessern oder Ressourcen effizienter zu nutzen. Beispiele dafür liefern die intelligente Verkehrssteuerung, digitale Bildungsangebote oder die modernsten Logistik-Technologien im Hamburger Hafen. Wie innovationsfreudig die Hamburger Wirtschaft ist, zeigt sich nicht zuletzt in der Medienbranche. Der verstärkte Einsatz von IT in der Produktion, Vermarktung und Distribution von Medien- und Kreativinhalten hat aufgrund der bedeutenden Rolle der Medien- und Digitalwirtschaft innerhalb der Wirtschaftsstruktur des Standorts eine herausragende Bedeutung für die Zukunft. Deshalb haben 40 namhafte Unternehmern das Thema „Content & Technology“ in einer Regionalen Arbeitsgruppe (RegAG) diskutiert und in einem Papier herausgearbeitet, welche Chancen der Wandel mit sich bringt und wie die Unternehmen diese nutzen können. „Das digitale Reise-Serviceportal ‚Dein Tag in Hamburg‘ zeigt, wie journalistische Unabhängigkeit und Markensichtbarkeit durch Content-Marketing effizient kombiniert werden können“, erläutert Kristian Meinken von der Kommunikationsagentur pilot die innovative Medienmarke. Das Digitalmagazin, das schnelle und einfach Orientierung in der Stadt bietet, verdeutlicht die Vertikalisierung der Wertschöpfungskette durch die Zusammenarbeit von Medien- und Markenredaktion sowie die zeitgleiche Auswertung von Nutzungsdaten durch den Einsatz moderner Technologie. „Modelle wie im gezeigten Show Case werden vor allem dann möglich, wenn es Unternehmen gelingt, exzellente Inhalte mit exzellentem technischem Wissen zu vereinen“, stellt Meinolf Ellers, dpa-infocom fest. Als genereller Trend liegt zugrunde, dass „zukünftig Inhalteanbieter vermehrt zu Technologieunternehmen werden und anders herum Technologieunternehmen mehr und mehr Inhalte anbieten“, weiß Jochen Toppe, CoreMedia AG zu ergänzen.

Die Unternehmen in Hamburg haben die Herausforderung des Strukturwandels erkannt und sind entschlossen, den neuesten Entwicklungen im Markt mutig, mit Erfindungsreichtum und Unternehmergeist zu begegnen. Damit haben Inhalteproduzenten, IT-Unternehmen und Nutzer gemeinsam die Chance, einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel zu gestalten. Der Standort ist für diese Entwicklung sehr gut aufgestellt, denn Hamburg verfügt über eine große Vielfalt an kreativen Inhalte-Produzenten genauso wie über eine breit aufgestellte innovative Technologieindustrie. Die Stadt kümmert sich medienpolitisch um angemessene Rahmenbedingungen und initiiert vergleichbare Dialoge über die Chancen und Risiken der Digitalisierung auch in weiteren Branchen. Als Austragungsort des IT-Gipfels bietet Hamburg somit die ideale Möglichkeit zur Diskussion der politischen und wirtschaftlichen Begleitung der Digitalen Agenda der Bundesregierung und wird sich aktiv an der Neuausrichtung des Gipfels beteiligen.

Die Regionale Arbeitsgruppe Hamburg ist eine von insgesamt acht AGs, die im Rahmen des Nationalen IT-Gipfels 2014 verschiedene Themen und Thesen entwickeln und diese am Gipfeltag präsentieren. Unter dem Thema „Content & Technology“ evaluieren Vertreter der Hamburger Medienpolitik Angela Merkel und Sigmar Gabrielund –verwaltung sowie Vertreter der führenden Hamburger Medien und Technologie-Unternehmen die Chancen, die sich aus dem Strukturwandel in den beiden Branchen ergeben.

Von links: Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Ankunft des IT-Gipfels 2014 in Hamburg. Foto: FoTe-Press


Drehstart für TV-Serie „Großstadtrevier“

(ha/mr). Am 17. März 2016 ist die erste Klappe für die 30. Staffel der ARD-Kultserie „Großstadtrevier“ gefallen. Bis Ende des 2016 wurden 16 neue Jan FedderFolgen in Hamburg und Umgebung gedreht – mit vielen Überraschungen und der 400. Episode. Das Team vom Hamburger Polizeikommissariat 14 um Milieuermittler Dirk Matthies (Jan Fedder, Foto links) hat es wieder mit kniffligen Fällen zu tun: Wölfe sind zurück in Hamburg und stiften Unruhe in der Bevölkerung. Ein Lebensmittelskandal beschäftigt die Crew von Kommissariatsleiterin Küppers (Saskia Fischer) ebenso wie das Schicksal von Flüchtlingen. Da ist ganze Arbeit gefordert. Doch natürlich geht es in der neuen Staffel auch wieder um die kollegialen und allzu menschlichen Belange und Konflikte der Hamburger Polizisten. Ausgestrahlt wird die 30. Staffel seit 6. März 2017.

Am 16. Dezember 1986 war die erste Folge „Großstadtrevier“ mit dem Titel Jan Fedder„Mensch, der Bulle ist `ne Frau“ im ARD-Vorabendprogramm zu sehen. Keiner der Beteiligten – weder Krimi-Altmeister Jürgen Roland noch die einstigen Hauptdarsteller Mareike Carrière und Arthur Brauss – dürften damals damit gerechnet haben, dass 30 Jahre später das „Großstadtrevier“ nach der „Lindenstraße“ die älteste Serie im deutschen Fernsehen sein würde. Angefangen hat die Hamburger Polizeiserie mit einem brandheißes Thema: Ellen Wegener (Mareike Carrière) nahm als Beamtin im Streifendienst ihre Arbeit auf. Frauen im Polizeidienst waren in den 1980er Jahren bundesweit etwas Neues. Und so erregte die junge Polizistin im „Großstadtrevier“ natürlich Aufsehen. Zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Fernsehens stand eine Frau im Mittelpunkt einer Polizeiserie. Den Bezug zu aktuellen Themen hat sich die beliebte ARD-Serie in all den Jahren bewahrt. Genauso wie sie seit 30 Jahren von den Machenschaften der „großen Haie“ erzählt, hat sie liebevoll die Sorgen und Nöte der kleinen Leute auf dem Kiez im Blick.

Vor 24 Jahren kam „der Neue“

In der Folge „Der Neue“ (Sendetermin: 6.10.1992) kam Jan Fedder als Dirk Matthies in das Team der Kiezpolizisten. Zwei Jahre und 27 Folgen später stieß dann Hariklia („Harry“) Möller in der Folge „Kein Tag wie jeder Jan Fedder und Teamandere“ (Sendetermin: 15.2.1994) dazu: eine Polizistin mit griechischen Wurzeln, als Migration in Deutschland noch ein Fremdwort war. Jan Fedder und Maria Ketikidou prägten gemeinsam mit so großartigen Schauspielern wie Peter Heinrich Brix, Dorothea Schenck oder Edgar Hoppe und Peter Neusser die Serie. In der Jubiläumsstaffel wird es in Gastrollen übrigens ein Wiedersehen mit dem einen oder anderen Bekannten früherer Jahre geben. Die Ausstrahlungstermine für die neuen Episoden „Großstadtrevier“ im Ersten stehen allerdings noch nicht fest.

Jan Fedder: „Das ‚Großstadtrevier‘ ist mein Zuhause. Ich bin für viele mittlerweile eine Vaterfigur und versuche heute, vieles an die jüngeren Kollegen weiterzugeben!“

„Großstadtrevier“ ist eine Produktion der Letterbox Filmproduktion im Auftrag des NDR und der ARD-Werbung für Das Erste. Produzentin ist Jan Fedder und TeamKerstin Ramcke, ausführende Produzentin Claudia Thieme. Executive Producer: Bernhard Gleim (NDR). Neben Jan Fedder (Mitte) sind in der aktuellen Staffel auch wieder MAria Ketikidou, Jens Muenchow, Wanda Perdelwitz, Sven Fricke, Marc Zwinz, Peter Fieseler und Saskia Fischer dabei. Fotos: FoTe-Press


Rebecca Stache als beste Sekretärin gekürt

(ha). Deutschlands beste Sekretärin heißt Rebecca Stache. Die 32-jährige Assistentin des Vorsitzenden der Geschäftsführung arbeitet bei der HafenCity Hamburg GmbH und konnte sich im Finale gegen neun Konkurrentinnen durchsetzen. Bei dem bundesweiten Wettbewerb eines Büroartikel-Unternehmens hatten knapp 250 Sekretärinnen teilgenommen. Im Finale überzeugte Rebecca Stache vor allem bei einer kniffligen Aufgabe: Sie musste auf dem unaufgeräumten Schreibtisch ihres Chefs dringend benötigte Unterlagen in besonders kurzer Zeit finden und sortieren. Auch bei Auszeichnungeinem Gedächtnistest und im Rahmen von Organisationsaufgaben konnte
sie punkten. Platz 2 ging an Mira Hermes aus Lennestadt (30), Platz 3
sicherte sich Monique Liebau aus Erzhausen (36).

Deutschlands beste Sekretärin heißt Rebecca Stache. Foto: ha


„Der Verkehr auf dem Friedhof Ohlsdorf ist zum Problem geworden“

Von Nicole Petersen

Jeden Morgen zwischen 7 und 8 Uhr schlängeln sich mehrere Autokolonnen durch die Straßen. Und das mitten auf einem Friedhof: auf dem Friedhof Ohlsdorf, dem größtem Parkfriedhof der Welt. Berufstätige nutzen morgens und nach Feierabend den eigentlich nur für Besucher für PKW freigegebenen Friedhof als Abkürzungsweg.

„Der Verkehr auf dem Friedhof ist zum Problem geworden“, sagt Rainer Wirz, Bereichsleiter Hamburger Friedhöfe gegenüber dem Hamburger WochenBlatt. Hintergrund: Jeden Morgen zwischen 7 und 8 Uhr ziehen sich lange Autoschlangen durch das 400 Hektar große Friedhofsgelände. viele Berufstätige, die den Friedhof als Abkürzung benutzen – dabei ist der Friedhof Ohlsdorf für den Durchgangsverkehr eigentlich gesperrt. Die Friedhofsverwaltung hat nun „Abkürzern“ und „Durchfahrern“ nun den Kampf angesagt, will nur Besucher haben. Eingangstore sollen kurzfristig während des Berufsverkehrs bis acht Uhr geschlossen bleiben, langfristig ist ein Schrankensystem im Gespräch, so die Friedhofsverwaltung.

Aber es gibt auch so einen Fall: Rentner Udo G. fährt mit seinem Kleinwagen mehrmals im Monat kreuz und quer übers Friedhofsgelände und benutzt auch kleine Wege, die sonst nur dem Friedhofspersonal, Bestattern oder Gärtnereien erlaubt sind mit dem PKW zu befahren. Und das völlig legal, schließlich hat er immer eine Sondergenehmigung im Wagen.
“Am 4. Februar 2013 wurde für die von Ihnen genannte Person eine Genehmigung für die Befahrung der Hauptwege im Schritttempo erteilt. Fußwege und unbefestigte Wege sind ausdrücklich von der Befahrung ausgenommen”, teilt Marc Templin, stellvertretender Leiter Friedhöfe auf Nachfrage der Hamburger Allgemeinen Rundschau mit. Begründung dieser Ausnahmeregelung: “Die Genehmigung wurde vor dem Hintergrund der Beförderung von umfassender Fotoausrüstung für Fotoarbeiten an Gräbern von prominenten Verstorbenen erteilt. Da keine Beschwerden hinsichtlich der Genehmigung vorlagen wurde die Genehmigung am 2. April 2014 bis zum 31. Dezember 2014 verlängert.”
Das Verhalten auf dem Friedhof ist im Hamburger Bestattungsgesetz und der Hamburger Bestattungsverordnung geregelt, insbesondere in den §§ 6 (Fahrzeuge) und 7 (Verhalten auf dem Friedhof) der Hambuger Bestattungsverordnung. Darin ist auch geregelt, dass die Hamburger Friedhöfe AöR eine Ausnahme für die Benutzung mit PKW gestatten darf. Es werde der Bedarf im Einzelfall geprüft. Fahrzeuge der Friedhofsgärtnereien und Steinmetzbetreibe erhalten ausnahmslos eine solche Genehmigung.
Rentner Udo G. gehört nicht zu dieser Personengruppe, warum hat er eine solche Genehmigung erhalten und wie viele wurden noch auf Privatpersonen ausgestellt?
“Die Genehmigung, befestigte Nebenwege für Fotozwecke zu befahren, wurde nur Herrn G. erteilt, und zwar befristet. Die weiteren Sondergenehmigungen werden an Behinderte beziehungsweise Begleitpersonen von Behinderten erteilt, in der Regel unbefristet. Insgesamt sind dies 21 Sondergenehmigungen. Wir wissen jedoch nicht, ob noch alle 21 Genehmigungen, die über die Jahre erteilt wurden, noch in Anspruch genommen werden”, teilt Lutz Rehkopf, Sprecher des Friedhofes Ohlsdorf mit.
Wie passt es zusammen, dass die Verwaltung auf der einen Seite den Fahrzeugverkehr auf dem Friedhof moniert, aber dann solche Genehmigungen ausgestellt, die ja dazu führen dass sogar überall gefahren werden darf? “Die wenigen Sondergenehmigungen stellen, gemessen am übrigen Friedhofsverkehr, keine Gefährdung oder Störung dar. Außerdem erkennen wir in der Tätigkeit des Fotografen etwas für die Gesellschaft allgemein Nützliches, das dem Friedhof und seinen Besuchern letztlich zu Gute kommt”, rechtfertigt Lutz Rehkopf die Genehmigung. Der Friedhofssprecher wird sogar noch
ausführlicher: „Viele Menschen kennen Friedhöfe nur von Beerdigungen. Sie nehmen, durch diesen Anlass und ihre Trauer geprägt, nicht immer ein positives Bild des Friedhofs mit. Wenn Menschen mit den historischen Schätzen, seinen Prominenten-Gräbern und seinem grünen Reichtum in anderen Zusammenhängen erlebt wird, wird das positiv erinnert. Die Folge ist, dass das Grab möglicherweise öfters besucht wird – dies ist für den Trauerprozess hilfreich. Es führt möglicherweise auch dazu, dass Friedhofsgäste sich über den Friedhof und ihre Erfahrungen darauf über die Beerdigungen hinaus austauschen und sich dann frühzeitig mit den Themen Tod, Trauer, Abschied beschäftigen. Damit gewinnen sie die Chance, im Trauerfall souveräner zu agieren, in einem Gespräch in der Familie Wünsche festzustellen – im Gegensatz dazu sind „friedhofsferne“ Personen regelmäßig mit den Anforderungen im plötzlichen Todesfall völlig überfordert. Viele Friedhofseinrichtungen sind dazu geschaffen, den Friedhof in anderen Wahnehmungsrahmen positiv erfahrbar zu machen und diesen wichtigen Austausch ermöglichen: auf dem Friedhof selbst das Café Fritz, Friedhofsführungen, das Friedhofsmuseum und die Veranstaltungen, sogar die Friedhofsbänke als Orte des Gesprächs am Grab. Auch im Internet (Homepage mit Prominenten-Liste, die Linkliste für Interessenten, die selbst nicht gerne auf den Friedhof kommen, aber neugierig sind) gäbe es viele Interessenten.“

Außerdem führt Rehkopf fort, dass die vielen Fotografen, die ihre Bilder online stellen, ein Bestandteil dieser wachsenden Friedhofskultur seien. „Es ist uns also recht, wenn privates Engagement diese Objekte wie Gräber, Parkanlagen, Brunnen, Brücken, Gebäude und Personen wie Prominente, Wissenschaftler, Politiker, Geistliche auf dem Friedhof auch für diesen Personenkreis zugänglich macht und damit den Friedhof und die Ideen um ihn herum, die historisch gewachsen sind, bekannter macht. Und daher unterstützen wir, in angemessenem Rahmen, diesen Personenkreis. Im Gegensatz dazu verfolgen die Durchfahrer ihre eigenen, nur für sie nützlichen Zwecke. Ich denke, der Gegensatz ist jetzt klar geworden: die Beschäftigung von Herrn G. ist mit dem Verhalten der Durchfahrer, die sich einen den schnöden Zeitvorteil erschleichen, nicht vergleichbar“, erklärt Lutz Rehkopf.

Das die Fotos des Rentners Udo G. zweifelsohne eine Bereicherung sein können – für die Allgemeinheit und den Friedhof Ohlsdorf selbst – ist keine Frage. Warum Udo G. dies allerdings mit dem Auto tun muss mit lediglich einer handelsüblichen Spiegelreflexkamera an Bord, um solche Fotos zu fertigen, ist noch immer eine offene Frage…