Große Trauer: Vater und Sohn vergiftet

Blumen und Kerzen vor dem Eingang des Mehrfamilienhauses in der Ausschläger Allee. Foto: FoTe-Press

(mr). Nachbarn und Angehörige trauern: nach dem Fund der Leichen eines 53 Jahre alten Mannes und seines neunjähriges Sohnes am 20. März in der Ausschläger Allee (Stadtteil Rothenburgsort) geht die Polizei von einer Beziehungstat aus. Demnach soll der Vater zunächst den Jungen und dann sich selbst getötet, wie eine Obduktion  ergeben habe. Vater und Sohn sollen an einer Vergiftung gestorben  sein.

Wie die Polizei mitteilt, hatte sich die vom Vater getrennt lebende Mutter des Kindes abends bei der Polizei gemeldet, da der gemeinsame Sohn nach dem Wochenende nicht wie vereinbart bei der Mutter erschienen war.

Beamte des Polizeikommissariats 41 begaben sich hierauf zur Wohnung des 53-Jährigen. In dem Mehrfamilienhaus  wurde die Wohnungstür durch die Feuerwehr gewaltsam geöffnet. In der Wohnung wurden der 53-Jährige und sein Sohn tot aufgefunden. Die Mordkommission führte Spurensicherungsmaßnahmen vor Ort durch. Die Untersuchungen zur genauen Todesursache von Vater und Sohn dauern an.

Hinweis: Wenn such Sie darüber nachdenken, sich das Leben zu nehmen gibt es auch in scheinbar ausweglosen Situationen viele Menschen, die Ihnen aus dieser Lage heraushelfen können. Dafür finden Sie auf dieser Seite die entsprechenden Links:- Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222

– Bundesweite Beratungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche: 0800 / 111 03 33

– Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS): 030 / 891 40 19

– Muslimisches Seelsorgetelefon: 030 / 443 50 98 21 (24h)

Sie können sich auch beispielsweise an eine geistliche Vertrauensperson wenden. Pastoren unterliegen dem Beichtgeheimnis und dem Seelsorgegeheimnis und behandeln Vertrauliches jederzeit vertraulich. Es gibt immer eine alternative Möglichkeit.


Theater der Welt 2017 vom 25. Mai bis 11. Juni in Hamburg

(ha). Der Glaube an eine weltoffene, kosmopolitische Gesellschaft und der Respekt vor der Vielfalt ihrer Kulturen und Künste war der Kerngedanke des Festivals „Theater der Welt“ von Beginn an und heute mehr denn je. Mit seiner 15. Ausgabe kehrt das Festival des Internationalen Theaterinstituts (ITI) an den Ort seiner Entstehung zurück und findet, 1979 von Ivan Nagel als „Theater der Nationen“ gegründet, nach einer zweiten Ausgabe im Jahr 1989 nun bereits zum dritten Mal in Hamburg statt.

Kultursenator Dr. Carsten Brosda: „Das Festival ‚Theater der Welt‘ zeigt uns die Vielfalt des zeitgenössischen Theaters, mit einem Programm, das gleich in mehrfacher Hinsicht Grenzen überschreitet: Grenzen von Genres und Sparten, Grenzen von Ländern und Regionen, Grenzen von Kunst und Kultur zu dem, was vermeintlich außerhalb dessen steht. Das Festival lädt die Welt ein, nach Hamburg zu kommen und uns zu zeigen, was sie bewegt, was wichtig ist, was uns vielleicht trennt, aber auch, was uns verbindet. Der Hafen als Ort des interkulturellen Austausches und der Verständigung könnte als Programmschwerpunkt nicht besser gewählt sein.“

Amelie Deuflhard, Sandra Küpper, Joachim Lux, András  Siebold – künstlerische Leitung Theater der Welt 2017: „Mit ‚Theater der Welt 2017‘ findet das größte internationale Theaterfestival statt, das es in Hamburg je gegeben hat. Das Gesamtprogramm vereint das Lokale und das Globale und präsentiert zugleich ein vielfältiges Spektrum weltweiter Theaterentwicklungen. Erstmals hat das Festival ein Thema: den Hafen. Der Hafen ist zugleich Spielort und Denkfigur des künstlerischen Programms.

18 Tage lang sind Zuschauer und Künstler aus aller Welt und Hamburg eingeladen, ein Gegenmodell zum gegenwärtigen Zeitgeist von Nationalisierung und Abschottung zu leben. Zugleich erinnert Theater der Welt wenige Wochen vor dem G 20 Gipfel mit künstlerischen Mitteln daran, dass eine gerechte Weltinnenpolitik nur im Respekt vor der Vielfalt der Kulturen möglich ist.“

„Theater der Welt“ zeigt 45 Produktionen aus allen fünf Kontinenten und eine enorme Vielfalt von Theaterformen: Schauspiel, Performance, Tanztheater, Musiktheater, inszenierte Konzerte, Installationen und site-specific Veranstaltungen im öffentlichen Raum. Mit 27 Ur- und Erstaufführungen besteht mehr als die Hälfte des Programms aus neuen Produktionen. Ergänzt wird es durch Eigenproduktionen von Thalia und Kampnagel. Über die Programmschiene „Global meets local“ sind überdies zahlreiche weitere Hamburger Kulturinstitutionen und -initiativen in das Festival eingebunden. Flankiert wird „Theater der Welt 2017“ außerdem von einem umfangreichen Diskurs- und Musikprogramm. Mit über 330 Veranstaltungen ist „Theater der Welt 2017“ das größte Festival seiner Art, das in Deutschland bisher stattgefunden hat.

Hamburg hatte sich mit großer Unterstützung der verstorbenen Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler um die Austragung des Festivals in 2017 beworben. Initiiert und veranstaltet vom Thalia Theater (Festivalleitung Joachim Lux) setzt sich „Theater der Welt 2017“ konzeptionell in zahlreichen Punkten von früheren Ausgaben ab: Ausgehend von dem Gedanken „think global, act local“ wird das Festival künstlerisch aus der Stadt heraus entwickelt, in der es stattfindet. Statt von einem Alleinkurators von außen wird das künstlerische Programm von einer Hamburger „Viererbande“, bestehend aus  Amelie Deuflhard, Sandra Küpper, Joachim Lux und András Siebold, gemeinsam entwickelt. Damit gestalten erstmals Vertreter eines Stadttheaters und eines freien Produktionshauses gemeinsam das künstlerische Programm. Entsprechend dem lokalen Ansatz ist der Hafen thematischer Ausgangspunkt: Er ist Ort von Ankunft und Aufbruch, Umschlagplatz für den weltweiten Verkehr von Menschen, Ideen und Waren, ein poetisch aufgeladener Ort – Untersuchungsraum und Denkfigur für die Künstler der Welt. Fragen von Globalisierung und Handel, von Flucht und Migration spielen im Programm eine erhebliche Rolle. Der Hafen ist aber nicht nur Thema, sondern neben den Mutterhäusern Thalia Theater und Kampnagel auch zentraler Spielort des Festivals: Bespielt wird das Areal um den Baakenhöft in der HafenCity mit dem Kakaospeicher am ehemaligen Afrikaterminal, dem Schiff MS Stubnitz, dem Thalia Zelt und dem Festivalzentrum HAVEN. Darüber hinaus sind die Elbphilharmonie, der Kulturort Oberhafen, verschiedene Orte in der HafenCity,  und auch einige Wasserwege Locations des Festivals.

Ein Festival des Internationalen Theaterinstituts (ITI), veranstaltet vom Thalia Theater in Kooperation mit Kampnagel, finanziert durch die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, das Auswärtige Amt und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Unter der Schirmherrschaft von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel. Weitere Informationen zum Programm unter www.theaterderwelt.de.