Unbekannte zünden Polizei Pkw an

Acht Pkw der Polizei wurden bei dem Brand beschädigt. Foto: FoTe-Press

(mr/ha). Gegen 2:42 Uhr war es heute Nacht vorbei mit der Ruhe in der kleinen, beschaulichen Grundstraße (Eimsbüttel): Anwohner wurden durch laute Knallgeräusche aus dem Schlaf gerissen. Auch Polizeibeamte der Außenstelle des Polizeikommissariats 23 hörten einen lauten Knall und entdeckten daraufhin auf dem zum Dienstgebäude gehörenden Parkplatz einen brennenden Mannschaftswagen. Das Feuer griff auf weitere geparkte Einsatzfahrzeuge über. Insgesamt brannten vier Mannschaftswagen vollständig aus. Zwei weitere Mannschaftswagen sowie zwei zivile Funkstreifenwagen wurden durch das Feuer ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. An der Grundstücksmauer und an mehreren Fenstern des Dienstgebäudes entstanden durch das Feuer ebenfalls Beschädigungen, teilt die Polizei mit. Die Feuerwehr rückte an, konnte ein Übergreifen auf weitere Fahrzeuge verhindern.

Polizeibeamte haben in unmittelbarer Tatortnähe eine Leiter sichergestellt. Mit dieser verschaffte sich der beziehungsweise verschafften sich die Täter offenbar Zutritt zu dem Polizeigelände, das von einer Mauer umgrenzt ist. Über die Höhe der entstandenen Sachschäden können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben gemacht werden. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt 71 (Staatsschutz) geführt. Zeugen, die Hinweise auf den oder die Täter geben können oder die sonstige verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Telefonnummer 040/428 65 67 89 zu melden. Intern wird davon ausgegangen, dass es Personen aus dem linken Spektrum waren, die gegen den bevorstehenden G20-Gipfel sind.


Türken stimmen in Hamburg ab

(np). Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen hat am 27. März auch im türkischen Generalkonsulat im Mittelweg in Hamburg die Abstimmung für das umstrittene Verfassungsreferendum in der Türkei begonnen. Zum Start bildeten sich immer wieder Schlangen vor dem Gebäude (Foto rechts, Foto: FoTe-Press) , welches rund um die Uhr von Polizisten bewacht wird. Insgesamt 83.000 wahlberechtige Türken aus ganz Norddeutschland können noch bis zum 9. April (täglich von 9 bis 19 Uhr) über das Verfassungsreferendum abstimmen. Dazu zählen etwa 27.000 türkische Staatsangehörige aus dem benachbarten Schleswig-Holstein, die ebenfalls ihre Stimme im Hamburger Generalkonsulat abgeben können. Das umstrittene Referendum findet in der Türkei zwar erst am 16. April statt, allerdings müssen die im Ausland lebenden wahlberechtigten Türken schon vorher ihre Stimme abgegeben haben. Das Konsulat setzt während der Abstimmungszeit einen speziellen Sicherheitsdienst ein. Nach Angaben des Generalkonsulats werden in Hamburg die Wahlurnen abends in einen speziellen Raum gebracht, der mit mehreren Schlössern gesichert werde. Der Raum könne nur betreten werden, wenn alle Schlüsselinhaber – der Generalkonsul sowie Vertreter der Parteien – anwesend seien. Am 9. April (also nach der Abstimmung) würden die Wahlurnen zunächst nach Berlin gebracht, heißt es seitens des Konsulatssprechers. Zusammen mit den Stimmzetteln von anderen Konsulaten und im Beisein von Wahlbeobachtern gingen die Wahlunterlagen mit einem Charter-Flug nach Ankara.