Showmatch zur Tischfußball Weltmeisterschaft 2017

Tischfußball auf dem Rathausmarkt in Hamburg. Foto: FoTe-Press

(mr). „Ich dachte, es wäre ein Showmatch. Hätte ich das gewusst, dass ich hier wirklich spielen muss, wäre ich nicht gekommen“, sagte Hamburgs Sport- und Innensenator Andy Grote spaßeshalber.  Aber letztendlich hat er sich wacker geschlagen und knapp zehn Minuten intensiv und konzentriert Tischfußball auf dem Rathausmarkt gespielt. Als Vorgeschmack auf die bevorstehende Tischfußball Weltmeisterschaft 2017 (ITSF World Cup), die von Mittwoch, 12. April, bis Sonntag, 16. April 2017, in den Theaterhallen von Kampnagel (Stadtteil Winterhude) ausgetragen wird, spielte Sportsenator Andy Grote zusammen mit Maura Porrmann (Hamburger Nationalspielerin) gegen Patrick Postel (Hauptsponsor der Weltmeisterschaft) und Minyoung Bai (Hamburger Nationalspieler) Tischfußball. Der Sportsenator hat die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen, zu der 800 Sportler aus 40 Nationen in Hamburg erwartet werden.


Tickende Zeitbomben in ganz Hamburg

(mr). Sie liegen nur wenige Meter unter der Erde und sind im wahrsten Sinne Tickende Zeitbomben: Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Experten schätzen die Zahl Hamburg weit auf etwa 2.900. 1943 warfen bei der „Operation Gormorrha“ die Alliierten Tausende Bomben auf die Hansestadt. Dabei gab es Hunderte Blindgänger. Einen solchen hatte kürzlich ein Baggerfahrer im Baakenhafen (unweit der alten Elbbrücken) entdeckt. Ein Areal von 500 Metern rund um den Fundort musste gesperrt und evakuiert werden. Die Elbbrücken wurden für eine Stunde für Kraftfahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger gesperrt. Etwa 20 S-Bahnen und 40 Fern- und Nahzüge durften nicht über die Elbbrücken fahren, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn bestätigt.

„Die 250-Kilogramm-Bombe hatte einen gefährlichen Säurezünder, der nicht leicht zu entschärfen war“, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr Hamburg. „Sie war mit einem chemischen Langzeitzünder (Säurezünder) ausgestattet und kann unkontrollierter hochgehen als ein mechanischer Zünder“, ergänzte der Feuerwehrsprecher vor Ort. Besonders brisant: Die Bombe wurde bei den Baggerarbeiten bewegt. Daher war eine besonders zügige Entschärfung Bombenfundnotwendig . Im Jahr 2010 wurden in Göttingen drei Sprengmeister bei einer ähnlichen Entschärfung getötet. Auch in Hamburg hätte die Bombe jederzeit explodieren können.

Bei Baggerarbeiten wurde kürzlich eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg nahe der Elbbrücken gefunden. Die Sprengmeister der Berufsfeuerwehr wurden nach der erfolgreichen Entschärfung von Vertretern der Medien befragt. Foto: Röhe


Wer hat an der Fahrradampel gedreht?

(mr). Eine unendliche Geschichte trägt sich seit einigen Monaten an der Kreuzung Bürgerweide/Wallstraße zu: dort gibt es eine Ampel für Radfahrer. Sie soll Biker aus Richtung Wallstraße kommend anzeigen, ob die Fahrt nach links in die Bürgerweide Richtung Hamm frei ist. „Leider war die Ampel ursprünglich so ausgerichtet, dass sie für Radfahrer aus Richtung der Wallstraße nicht einzusehen war“, sagt Michael Vogel, Mitglied im Verkehrsausschuss des Bezirkes Mitte. Vogel stellte sodann einen Antrag, damit diese Ampel gedreht wird. Problem gelöst – nach wenigen Tagen reagierte die Verwaltung und montierte die Ampel so, dass Radfahrer sie aus Richtung Wallstraße gut einsehen können. „Kurze Zeit später bemerkte ich, dass die Ampel wieder ihre Richtung geändert hatte und gab der Verwaltung Bescheid“, erläutert Vogel. Wenige Tage später sei die Ampel wieder so gedreht, dass man sie gut erkennen konnte. Tage später dann wieder die Entdeckung Vogels, dass die Ampel so gedreht wurde, dass sie nur gesehen wurde, wenn man direkt davor stand. „Also altes Spiel: ich sagte der Verwaltung Bescheid und bat um Antwort, wer denn immer an dieser Ampel dreht“, sagt Vogel, der mit den zuständigen Stellen in Kontakt trat und im Verkehrsausschuss mit den zuständigen Stellen Kontakt aufnahm. Aber niemand könne ihm helfen. Die ungelöste Frage: Wer dreht da an der Ampel? Die Verwaltung ist sich sicher, dass es niemand innerhalb der Behörde ist. Dreht dort jemand unautorisiert an der Ampel? Dann Fahrradampelbleibt die Frage nach dem Warum? Solange diese Fragen nicht beantwortet sind, bleibt es wohl eine unendliche Geschichte…

Diese Fahrradampel an der Kreuzung Bürgerweide/Wallstraße wird ständig von Unbekannten in verschiedene Richtungen gedreht. Foto: Röhe


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450 Retter proben den Ernstfall auf dem Airport

(mr). Es gab einen gewaltigen Knall auf dem Flughafen Fuhlsbüttel. Zwei schwarze Flugunfallübung 2014Rauchbomben stiegen um Punkt 10 Uhr in Höhe – das Signal für eine großangelegte Übung. Etwa 450 Mitarbeiter von Behörden und Rettungsdiensten kamen auf dem Flughafengelände mit Martinshorn und Blaulicht angefahren, um den Einsatz bei einem Katastrophenfall zu üben. Drei Minuten nach dem Knall kam die Werkfeuerwehr (Flughafenfeuerwehr) mit sieben Fahrzeugen angerollt und begann sogleich mit dem Löschangriff.

Flugunfallübung 2014Als Szenario wurde bei dieser Übung angenommen, dass ein Flugzeug aus Dubai beim Landen auf dem Hamburger Flughafen von der Fahrbahn abkommt, weil der Pilot einen Herzinfarkt erleidet und auch der Co-Pilot nicht rechtzeitig eingreifen kann. Daraufhin stößt die Maschine mit einem abgestellten Frachtflugzeug zusammen – durch den Zusammenprall kommt es zu zahlreichen Toten und Verletzten. Um die Übung, die alle zDreharbeitenwei Jahre durchgeführt werden muss, möglichst realistisch zu gestalten, wurde mit Pyrotechnik eine Explosion und ein Brand inszeniert. Zudem kamen etwa 50 Statisten zum Einsatz, die als Tote und Verletzte fungierten. Puppen wurden auf dem Gelände platziert, um ebenfalls Tote darzustellen.

Am Schadensort rückten neben der Flughafenfeuerwehr auch ein kompletter Löschzug der DreharbeitenBerufsfeuerwehr Hamburg, zahlreiche Löschwagen der Freiwilligen Feuerwehr, Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks, verschiedenen Rettungsdiensten, der Polizei, Bundespolizei und dem Zoll an. Bereits im Vorwege gaben Verantwortliche Einzelheiten über die Rettungsmaßnahmen bekannt: So hat der Zoll beispielsweise auch bei Unfällen oder Katastrophen die Aufgabe zu kontrollieren, ob auch während einer Panik unter den Fluggästen keine verbotene Gegenstände nach Deutschland gebracht werden. Die Bundespolizei sperrt das Einsatzgebiet großräumig ab, das Technische Hilfswerk und DreharbeitenRettungsdienste wie die Johaniter Unfallhilfe bauen Zelte auf, in denen Verletzte versorgt werden. Gegen 12 Uhr waren die Lösch-, Rettungs- und Bergungsarbeiten vor Ort beendet. Dann begannen die Ermittlungen der Kriminalpolizeilichen Untersuchungskommission (KUK).

Damit war die Übung aber noch nicht beendet: Weitere 40 Laiendarsteller spielten in einem DreharbeitenAnkunftsterminal Betroffene und Angehörige im Wartebereich. Dort wurde die Übung bis etwa 17 Uhr fortgeführt. Auch hier wurden verschiedene Szenen durchgespielt, um das Zusammenspiel zwischen Flughafen, Rettungsdiensten und Behörden zu überprüfen.

Normale Reisende wurden durch Lautsprecherdurchsagen und Aushängen auf die Übung aufmerksam gemacht. Der reguläre Flugbetrieb wurde nach Angaben des Flughafens Hamburg durch die Übung nicht eingeschränkt.


Neuer Hochbahn-Betriebshof in Billbrook

(mr). „Das Auto verliert an Statussymbol bei den Jugendlichen. Das ist einfach eine Entwicklung, die wir in den vergangenen Jahren festgestellt haben“, sagte Andreas Rieckhof (Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation). Daher stiegen auch die Fahrgastzahlen in den Hamburger Bussen kontinuierlich an. Als Antwort darauf wurde im Billbrookdeich ein neu geschaffener Busbetriebshof der Hochbahn-Tochter Jasper eröffnet, der Platz für etwa 145 Busse samt Werkstatt-, Reinigungs- und Abstellkapazitäten bereithält.

Betriebshof BillbrookJens-Michael May (Jasper-Geschäftsführer) bei der feierlichen Eröffnung.

„Die Fahrgastzahlen steigen. Hierfür schaffen wir durch das Busbeschleunigungsprogramm dringend erforderliche Kapazitäten auf wichtigen Buslinien. Gleichzeitig müssen wir aber auch die betriebliche Infrastruktur anpassen. Der Neubau des Betriebshofes ist für den Hamburger Osten ein wichtiger Meilenstein für das Bussystem der Zukunft“, führte Rieckhof fort. Das Betriebsgelände umfasst etwa 13.000 Quadratmeter, auf dem künftig bis zu 350 Mitarbeiter am Standort Billbrookdeich arbeiten können.

Betriebshof BillbrookGünter Elste (Hamburger Hochbahn AG), Andreas Rieckhof (Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation) und Jens-Michael May (Jasper-Geschäftsführer) bei der feierlichen Eröffnung.

„Der Betriebshof schafft die Voraussetzungen für mehr Buskapazitäten und effizientere Betriebsabläufe. Hiervon profitieren unsere Kunden. Gleichzeitig stellen wir Andreas Rieckhofhier die Weichen für den Einsatz von immer mehr Bussen mit innovativen Antriebstechnologien. Eine wichtige Voraussetzung für unser Vorhaben, ab 2020 nur noch emissionsfreie Busse anzuschaffen“, sagte Günter Elste, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn AG.

Mit dem neuen Betriebshof hat die zunehmende Busflotte in Hamburg, die auch mit immer mehr Gelenkbussen ihre Kapazitäten erhöht, einen neuen Standort auf technisch neuestem Stand. Die Hochbahn hat in das Projekt etwa 19 Millionen Euro investiert. Der alte, deutlich kleinere Standort am Mühlendamm wurde mit dem Neubau aufgegeben.

Andreas Rieckhof (Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation). Fotos: Röhe


Ina Müller tauft Walross-Baby auf „Thor“

(ha/mr). Um Punkt 14 Uhr betrat Moderatorin und Sängerin Ina Müller das Eismeer in Ina MüllerHagenbecks Tierpark. Gut gelaunt und voller Freude taufte die Tierfreundin Müller das niedliche Walross, das bereits 100 Kilogramm wiegt, mit Nordseewasser. Zusammen mit Tierpfleger Dirk Stutzki begrüßte die Entertainerin die etwa 100 Besucher und Journalisten. Dann kam Deutschlands erster Walross-Nachwuchs zusammen mit seiner Mutter ins Eismeer. Ganz entspannt und immer neben seiner Mutter hat „Thor“ dann all den Zuschauern gezeigt, dass er für viele unterhaltsame Stunden im Tierpark Hagenbeck bereit ist. „Ich taufe dich auf den Namen Thor und wünsche dir, dass es dir immer gut gehen soll und du ein langes Leben hast.“ Bei diesen Worten übergoss Taufpatin Ina Müller den dreieinhalb Monate jungen Walrossbullen im Tierpark Hagenbeck mit echtem Elbwasser aus einem silbernen Taufkelch. „Ich habe mich ein bisschen verliebt“, gestand die frisch gebackene Patentante nach dieser offiziellen Handlung.

Kein Wunder, denn der gerade 100 Kilogramm schwere Thor zeigte sich von seiner unwiderstehlichsten Seite. Ganz nach Walrossart pustete er die Moderatorin, Sängerin und Tierfreundin an, ließ sich von ihr streicheln und hielt sogar still, als ihm das Wasser aus dem Kelch über Kopf und Nacken rann.

Ina Müller ist eine Patentante, wie sie sich ein Walross nur wünschen kann. Sie fühle sich von Ina Müllerden stromlinienförmigen Tieren angezogen, gestand sie. Und das gleich aus mehreren Gründen. Da sei zum Beispiel die Lust am Futtern, die sie mit den großen Meeressäugern gemeinsam habe. Und natürlich die daraus resultierende bis zu 15 Zentimeter dicke Speckschicht. „Vielleicht sollten wir Frauen uns daran ein Beispiel nehmen“, so Ina Müller, „dick sein und sich trotzdem wohlfühlen.“

Der Tierpark Hagenbeck ist begeistert von der Walrosspatin. Sie hatte nicht nur sehr spontan zugesagt, diese Aufgabe zu übernehmen, Ina Müller kennt sich bereits sehr gut mit den Tieren aus. Als Dank für die charmante Taufe überreichte Geschäftsführer Dr. Claus Hagenbeck Ina Müller den silbernen Taufpokal als Geschenk. Außerdem durfte sie ein Plüschwalross zum Ina MüllerKnuddeln mit nach Hause nehmen. „Der kommt mit auf Tour“, freute sich die Sängerin.

Sängerin Ina Müller bei der Taufe des Walross-Babys „Thor“ in Hagenbecks Tierpark im Oktober 2014. Fotos: FoTe-Press


Hamburgerin Marianne Kay ausgezeichnet

(ha/mr). Eine Kugel Eis im Lieblingscafé, Freunde treffen, eine Alsterfahrt: Mit ihrer Infinitas-Kay-Stiftung schenkt Marianne Kay todkranken Menschen einen Tag voller Glück. Und macht ihnen so den Abschied ein bisschen leichter
Hätte Nächstenliebe ein Gesicht, dann vielleicht das von Marianne Kay. Ein Lächeln umspielt ihren Mund und die Augen strahlen, als sie Ankes Rollstuhl zum Bootsanleger schiebt. Gleich wird sie die Krebskranke mit einer Alsterkanalfahrt überraschen. Sie weiß, wie sehr sich die 68-Jährige so eine Tour wünscht. Einmal noch.
Die Hamburgerin Marianne Kay erfüllt todkranken Menschen in der letzten Lebensphase einen Herzenswunsch. Noch mal daheim mit dem Mann frühstücken, eine Kugel Eis im Lieblingscafé, noch mal an die Nordsee – Angehörige schaffen es oft nicht, sich um solche Sehnsüchte zu kümmern, haben mit dem nahenden Abschied zu tun. Also kümmert sich Marianne Kay. Sie steht in Kontakt mit Hospizen, besucht die Kranken, klärt mit Ärzten die Transportfähigkeit, bereitet in kürzester Zeit alles vor – bevor die Patienten zu schwach sind.
Zwei Tage vor der Überraschung sitzt Marianne an Ankes Bett im Hospiz am Israelitischen Krankenhaus. Die erzählt von ihrer Liebe zur Alster: „Dort konnte ich immer durchatmen.“ Das Atmen fällt Anke heute schwer. Im September war sie mit Rückenschmerzen beim Arzt. Im Oktober bekam sie die Diagnose Krebs. Krankenhaus, zwei Chemothera-pien, dann gab es keine Hoffnung mehr.
Ihr Wunsch ist kniffelig. „Die Alsterdampfer fahren erst ab April“, sagt Marianne Kay – ahnend, dass Anke es bis zum April nicht mehr schafft. „Aber wir holen sie Sonntag zum Alsterspaziergang ab!“ Dabei hat Marianne Kay längst ein Schiff gechartert, Kuchen und Champagner bestellt, dazu Seemanns-Musik. Bruder Wolfgang wird mit den drei Kindern aus Schweden kommen, Schwester Ingrid und die Nachbarn auch.
2008 gründeten Marianne Kay und ihr Mann Hans-Michael (67) die Infinitas-Kay-
Stiftung mit privatem Geld, seit 2012 gibt’s das Projekt „Ein letzter Wunsch“. Wie kam es dazu? „Als ich nachts am Sterbebett meines Vaters saß, schwärmte er von Rosinenschnecken. Ich versprach, morgens eine zu kaufen.“ Er starb, bevor die Läden öffneten. Heute sind die Kays rund um die Uhr erreichbar, machen kaum Urlaub,
um keinen Wunsch zu verpassen. Fünf Ehrenamtliche helfen, weitere werden gesucht. „Der letzte Weg ist oft einsam“, sagt die Hamburgerin Marianne Kay. Dabei könne ein erfüllter Wunsch inneren Frieden bringen, beim Loslassen helfen. „Die letzten Schritte im Leben sollten so behutsam begleitet werden wie die ersten.“
Am Anleger wartet ein Schiff. „Nanu“, ruft Marianne Kay dem Kapitän zu, „Sie fahren ja doch!“ Der lächelt und schiebt Anke an Bord. Sie entdeckt die Kaffeetafel – und zehn Verwandte und Freunde. Bruder Wolfgang nimmt sie in den Arm, Schwester Ingrid streicht ihr über den Rücken. Das Schiff legt ab.
Zwei Stunden Leben. Zwei Stunden jeder Ente nachschauen, jedem Ruderer, jeder Welle. Ankes Augen kleben am Fenster. Strahlen, füllen sich mit Tränen, blicken zum Himmel und zu dem Apfelkuchen vor ihr. Nur keinen Moment verpassen. „Danke“, sagt sie leise.

Für ihr Engagement wurde Michaela Kay mit dem Preis “Die Goldene Bild der Frau” geehrt.

Sie helfen, sind für andere da, schenken Hoffnung und Herzenswärme: Am Donnerstag, den 20. November 2014, ehrte die Zeitschtrift „Bild der Frau“ zum achten Mal außergewöhnliche Persönlichkeiten mit der Goldenen Bild der Frau. Erstmals rollte Deutschlands größte Frauenzeitschrift den roten Teppich für die fünf ehrenamtlich engagierten Alltagsheldinnen in Hamburg aus. Unterstützt wurden die Preisträgerinnen in diesem Jahr von den prominenten Paten Judith Rakers, Lilly Becker, Birgit Schrowange, Wolke Hegenbarth und Walter Sittler.

Kai PflaumeDie Frauenpower-Gala fand im Operettenhaus auf der Reeperbahn statt. Erneut führte Fernsehmoderator Kai Pflaume (Foto: Röhe) unter dem Motto „Starke Frauen für ein starkes Land“ durch die glanzvolle Verleihung mit 500 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Show. Bundesministerin Ursula von der Leyen, die dem Preis von Beginn an verbunden ist, überreichte den Leserpreis.

„Nie war die Goldene Bild der Frau so wichtig wie in diesen Tagen, in denen sich die schlimmen Nachrichten und Krisen fast zu überschlagen scheinen“, sagte Chefredakteurin Sandra Immoor. „Denn unsere Preisträgerinnen setzen der Ohnmacht und Beklemmung etwas entgegen: Engagement, Mitgefühl, Tatkraft, Nächstenliebe. Ihre Botschaft: Auch das Gute steckt an! Jede einzelne Preisträgerin in diesem Jahr und der letzten acht Jahre macht die Welt mit ihrem Projekt, ihrem Verein ein bisschen wärmer, gerechter, besser. Dafür möchten wir Danke sagen.“

Ausgezeichnet für Mut, Stärke und Nächstenliebe wurden in diesem Jahr:

  • Marianne Kay (65) aus Hamburg: Sie schenkt Sterbenden mit dem Projekt ‚Ein letzter Wunsch‘ einen Tag voller Glück und macht ihnen den Abschied so ein wenig leichter.
  • Patricia Carl (29) aus Berlin: Selbst nur 1,22 Meter groß kämpft sie mit dem ‚Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien e.V.‘ gegen Vorurteile und Diskriminierung.
  • Anna Vikky (27) aus Düsseldorf: Mit ihrer Online-Spenden-Plattform ‚2aid.org‘ sammelt die Studentin Spenden und baut Trinkwasserbrunnen in Afrika.
  • Eva-Maria Weigert (58) aus München: Ihre Initiative ‚Freudentanz – das grenzenlose Tanzprojekt‘ gibt Flüchtlingskindern neuen Mut, Halt und Lebensfreude.
  • Christine Wichert (49) aus Krefeld: Sie bringt mit ihrem Verein ‚Wahlverwandtschaften e.V.‘ einsame Menschen zusammen und schenkt ihnen Geborgenheit.

VerleihungDie Goldene Bild der Frau fördert jedes dieser sozialen Projekte mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Zusätzlich wählen die über fünf Millionen Leserinnen und Leser noch bis zum Vorabend der Gala ihr „Herzensprojekt“ – und entscheiden so darüber, welche Preisträgerin zusätzliche 30.000 Euro Unterstützung erhält. Ursula von der Leyen, Bundesministerin der Verteidigung, hat als Höhepunkt des Abends die Gewinnerin verkündet.

Ausführliche Informationen zur GOLDENEN BILD der FRAU finden Sie auch unter www.goldenebildderfrau.de.

Marianne Kay und Schauspieler Walter Sittler auf dem Roten Teppich. Foto: FoTe-Press