Der 828. Hafengeburtstag vom 5. bis 7. Mai

Der Hafengeburtstag lockt jedes Jahr Tausende Besucher an. Foto: FoTe-Press

(ha/mr). Der 828. HAFENGEBURTSTAG HAMBURG präsentiert ein maritimes Programm der Extraklasse vor der einzigartigen Kulisse des Hamburger Hafens. Von Freitag, 5. Mai, bis Sonntag, 7. Mai, erwarten die Besucher des größten Hafenfestes der Welt mehr als 300 schwimmende Gäste und rund 200 verschiedene Programmpunkte für die ganze Familie. Zu den beliebtesten Höhepunkten bei Jung und Alt zählen die Schiffsparaden zum Auftakt und Ausklang des HAFENGEBURTSTAG HAMBURG.  Los geht es am Freitag, 5. Mai, um 17 Uhr mit der großen Einlaufparade, wie der Veranstalter mitteilt. Angeführt von der englischen Fregatte HMS Iron Duke reihen sich elegante Windjammer wie die Kruzenshtern, die Mir, die Sedov und die Royal Helena, moderne Einsatzfahrzeuge von Marine, Feuerwehr, Fischereischutz, THW, Wasserschutzpolizei, Bundespolizei, Zoll, Motor- und Segelyachten sowie Traditions- und Museumsschiffe wie an einer Perlenkette aneinander. Darunter auch die Cap San Diego, ein 159 Meter langer Stückgutfrachter, der normalerweise als schwimmendes Wahrzeichen Hamburgs neben der Dreimasterbark Rickmer Rickmers vor den Landungsbrücken liegt.

Die Elbe als längste Bühne der Welt

Eine so große Parade braucht viel Platz. Wenn die Fregatte HMS Iron Duke als Führungsschiff der Einlaufparade auf Höhe der Landungsbrücken die drei Böllerschüsse von Bord der Rickmer Rickmers zur offiziellen Eröffnung des HAFENGEBURTSTAG HAMBURG erwidert, wartet mehrere Kilometer elbabwärts auf Höhe Blankenese die Stubnitz, die den Abschluss der Parade bildet. Das seit vielen Jahren als mobile Plattform für kulturelle Veranstaltungen genutzte ehemalige Kühlschiff der DDR-Hochsee-Fischfangflotte wird die Landungsbrücken erst gegen 18 Uhr passieren. Entlang der gesamten Strecke werden tausende Menschen das Elbufer säumen, um einen Blick auf die beeindruckende Einlaufparade zu werfen, und die Elbe so zur längsten Bühne der Welt machen.

Besondere Herausforderungen bei der Planung der Paraden

Schiffsparaden mit derart vielen Fahrzeugen auf einer Bundeswasserstraße wie der Elbe zu veranstalten, erfordert ein gehöriges Maß an Koordination und Organisation. Dafür zuständig ist die Paradenleiterin Heike Masuch von der Hamburg Port Authority. „Die Planung der Paraden und die Reihenfolge der Fahrzeuge hängen vorwiegend von den Liegeplätzen ab. Fahrzeuge, die beispielsweise im Brandenburger Hafen an innen liegenden Plätzen liegen, müssen vorn in der Parade sein. Auch die thematische Gruppierung ist wichtig, damit es ein schönes Bild ergibt“, erläutert Heike Makusch das Vorgehen. „Allerdings wird die beste Planung immer mal wieder durchkreuzt, zum Beispiel, wenn sich Fahrzeuge verspäten oder der Wind zu stark ist. Darum braucht man gute Nerven und die Fähigkeit, auch mit nicht planbaren Ereignissen umgehen zu können“, beschreibt Heike Masuch die Herausforderungen bei der Konzeption der Paraden. Sollte eines der Fahrzeuge beim Manövrieren Schwierigkeiten bekommen, steht ein Schlepper bereit, der die Einlaufparade begleitet.

Von Hamburg aus auf die Weltmeere

Den krönenden Abschluss des 828. HAFENGEBURTSTAG HAMBURG bildet die große Auslaufparade am Sonntag, 7. Mai, ab 17:30 Uhr. Mit der spektakulären Vorbeifahrt verabschieden sich die schwimmenden Gäste wieder von der Hansestadt und nehmen Kurs Richtung Karibik, Mittelmeer oder auch auf den Heimathafen um die Ecke. Angeführt wird die Auslaufparade von dem russischen Großsegler Mir, am Ende wird das Feuerschiff Elbe 3 mit seinem charakteristischen leuchtend roten Bug fahren. Die im Jahr 1888 gebaute Elbe 3 gilt als ältestes funktionstüchtiges Feuerschiff der Welt und liegt normalerweise im Museumshafen Oevelgönne.

Willkommen an Bord!

Viele der schwimmenden Gäste bieten die Möglichkeit, bei den Paraden mitzufahren und laden während des HAFENGEBURTSTAG HAMBURG auch zu einem Besuch an Bord ein. Eine Übersicht und weitere wertvolle Tipps rund um das größte Hafenfest der Welt gibt es unter www.hamburg.de/hafengeburtstag oder täglich von 8 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 040 / 30 05 13 00.

APPsolut informiert

Die App zum HAFENGEBURTSTAG HAMBURG bietet Besuchern alle Informationen zum Hafenfest der Superlative im Taschenformat und ist kostenfrei über iTunes und Google Play verfügbar. Auch ohne Internetverbindung können viele Funktionen der Gratis-App genutzt werden.


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Aufregung um Wildtiere im Zirkus

(mr). Sie gehören zu den Attraktionen in der Manege: Wenn Nashörner, Zebras, Elefanten oder Giraffen durch die Sägespäne schreiten, schlagen die Herzen der Zirkusfreunde höher. Wo Zirkus Voyagekommt der Besucher – außer in einem Zoo – einem solchen Wildtier näher als im Zirkuszelt? Doch die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ prangert seit Jahren schlechte Lebensbedingungen mit ständigen Transporten in engen Anhängern an und drängt auf ein generelles Verbot exotischer Wildtiere. „Ein Flusspferd braucht Freiraum. Das Tier kann sich in seinem winzigen Transportbehälter kaum bewegen“, moniert Melitta Töller, Sprecherin der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“. „Auch die Elefanten haben viel zu wenig Lauffläche in ihrem Gehege“, sagt Töller. Zirkus Voyage gastiert in der Nordkanalstraße auf einem leerstehenden Gewerbegelände. Neben Pferden, Kamelen und anderen typischen Zirkustieren sind vier Elefanten, zwei Giraffen, ein Breitmaulnashorn und ein Flusspferd dabei. Genau diese Tiere sind den Aktivisten von „Vier Pfoten“ ein Dorn im Auge. Vor zwei Wochen wurden aufgrund eines Hinweises der Tierschutzorganisation „Peta“ in Norderstedt mithilfe der Polizei und Staatsanwaltschaft zwei Löwen, zwei Tiger und ein Elefant aus einem anderen Zirkus beschlagnahmt.

Zirkus VoyageBettina Richter, Pressesprecherin vom Zirkus Voyage, füttert das Breitmaulnashorn „Hulk“ (Foto oben), das Flusspferd und die Elefanten. Fotos: Röhe

Zudem wurde ein Rottweiler in Gewahrsam genommen. Alle Tiere hätten Verhaltensauffälligkeiten und zum Teil Verletzungen aufgewiesen. Anders beim Zirkus Voyage. Bereits im Vorwege hat sich das zuständige Bezirksamt Mitte über den Zirkus informiert, wie Sprecher Norman Cordes mitteilt. „Mittels seiner Zirkusregisternummer konnten wir Informationen einholen. Außerdem erfolgte eine Kontrolle durch Amtstierärztinnen am 15. Mai 2013. Dabei wurden keine Mängel festgestellt“, sagt Norman Cordes. „Vier Pfoten“ drängt dennoch auf ein Wildtierverbot. Auch, weil immer wieder Tiere weit unter ihrer natürlichen Zirkus VoyageLebenserwartung sterben. „Auf die sozialen Bedürfnisse der Tiere wird kaum eingegangen“, sagt Melitta Töller. Die Mitarbeiter des Zirkus Voyage sehen die Protestaktionen und Forderungen gelassen. „Bei uns werden die Wildtiere nicht an Ketten gelegt, sie können sich frei bewegen und werden von unserem Team beschäftigt“, kontert Bettina Richter, Pressesprecherin vom Zirkus Voyage. „Es gibt immer Menschen, die gegen etwas sind. Ich verstehe dabei nicht, warum die Tierschützer Wildtiere von anderen Tieren unterscheiden“, ergänzt Bettina Richter und stellt die Frage: „Müsste nicht eigentlich jeder Vogel aus seinem Käfig raus? Oder müsste nicht jeder Mensch ein Veganer werden?“

Informationen aus dem Bezirksamt Mitte: Jeder Zirkus benötigt eine gültige Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe d des Tierschutzgesetzes durch die oberste Veterinärbehörde des zuständigen Landes; er muss an den Gastspielorten die mit der Erlaubnis verbundenen Auflagen und Nebenbestimmungen einhalten. Mit der Erteilung der § 11-Erlaubnis legt die Erlaubnis erteilende Behörde fest, welche Tierarten unter welchen Auflagen mitgeführt werden dürfen. Alle Tiere, die der Zirkus Voyage mit sich führt, sind in der erteilten Erlaubnis eingeschlossen.


Stralsund in Hamburg-Hammerbrook?

(mr). Auf dem Gelände der ehemaligen Schokoladenfabrik in der Wendenstraße sind zurzeit seltsame Schilder angebracht. Mehrere Hinweistafeln mit der Aufschrift „Polizeidirektion Mecklenburg-Vorpommern“ sind an diversen Eingängen platziert. Dienstfahrzeuge der Polizei haben das Autokennzeichen HST (Hansestadt Stralsund) und die dazugehörigen Beamten tragen das Landeswappen von Mecklenburg-Vorpommern. Hier scheint etwas nicht zu stimmen! Beobachter bekommen aber schnell des Rätsels Lösung, wenn sie hinter dem historischen Backsteingebäude am Kanal entlang gehen. Denn dort stehen mehrere Scheinwerfer, eine Kamera, sowie mehrere Technikwagen. In diesen Tagen wird eine neue Folge für den ZDF-Film „Stralsund“ (Folgentitel „Freier Fall“) gedreht. Sämtliche Innenaufnahmen der Polizei entstehen in der alten Schokoladenfabrik in Hammerbrook. Seit fünf Jahren dreht die Produktionsfirma Network Movie Film- und Fernsehproduktion in der Wendenstraße. „Wir waren zuvor in der City Nord in einem leerstehenden Bürokomplex. Jetzt drehen wir in der alten Schokoladenfabrik. Die Fahrtwege sind kurz, die Lage und schließlich die Kulisse sind ideal“, sagt Kameramann Christoph Chassèe. „Das gesamte Gelände eignet sich wunderbar für diesen Film: Es sind die roten Backsteine und Brücken, die eine große Ähnlichkeit mit der Hansestadt Stralsund haben, in der der Film spielt“, erklärt Christoph Chassèe. Das Gelände liege zentral und böte viel Platz fürs Team, dem Fuhrpark und schließlich für die zahlreichen Schauspieler.

Inszeniert wird der Krimi von Regisseur Martin Eigler, der zusammen mit Sven Poser auch das Drehbuch schrieb. Als Hauptdarsteller stehen Wotan Wilke Möhring, Alexander Held, Michael Rotschopf und Katharina Wackernagel vor der Kamera. In weiteren Rollen spielen Wanja Mues, Katharina Marie Schubert, Matthias Bundschuh, Rudolf Kowalski, Regina Stötzel, sowie Kathrin Wehlisch mit. Wann genau der Krimi ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest.

Dreharbeiten Regisseur Martin Eigler (links) gibt Schauspielerin Katherina Wackernagel Anweisungen, wie sie in der Szene zu gehen und ihren Text vorzutragen hat. Fotos: FoTe-Press

Dreharbeiten

 

 

 

 


Keine Hilfsbereitschaft bei der Hochbahn?

(mr). Im Zuge einer Demonstration am 23. März 2013 in der Sievekingsallee und einer zeitgleichen Protestaktion mit 600 Teilnehmern waren in den U-Bahnhaltestellen Rauhes Haus und Horner Rennbahn (beide im Stadtteil Horn) auch zusätzlich Wachmänner der Hamburger Hochbahn im Einsatz. Während die Lage rund um die Horner Rennbahn teilweise zu eskalieren drohte, als sich elf rechtsgesinnte junge Leute dem Versammlungsort näherten, verlief die Arbeit fürs Wachpersonal beim Rauhen Hause ruhig. Bereits zwei Stunden vor der Demo standen sie im Eingangsbereich und schafften sich einen Überblick über den Fahrgaststrom. „Als ich mit meiner Tochter im Kinderwagen zur Haltestelle kam, war nichts los. Drei Wachmänner standen mit dem Rücken an der Wand und unterhielten sich“, sagt eine Mutter, die anonym bleiben möchte. „Zwar stehen hier sonst auch keine Sicherheitsmänner. ,Aber wenn sie schon mal da sind, können sie ruhig mal mit einer helfenden Hand zur Seite stehen“, empört sich die Mutter. Innerhalb einer viertel Stunde seien nach Angaben der Mutter zwei Personen mit Kinderwagen an den Wachmännern vorbeigekommen. „Niemand hat seine Hilfe angeboten“, sagt die Mutter. Die Pressestelle der Hamburger Hochbahn zeigte sich am Telefon zwar verständnisvoll, gab aber keine offizielle Stellungsnahme zu dem Vorfall ab.


Aggressive Bettler an der Ampel

(mr). Autofahrern sind sie ein Dorn im Auge: Bettler an der Ampel. Im vergangenen Jahr standen sie vorwiegend in der Innenstadt – nun haben sie sich im Kreuzungsbereich Bürgerweide Ecke Wallstraße breit gemacht. Oft gegen den Willen der Autofahrer wischen sie einfach die Frontscheiben. Wer dann der Aufforderung nach Geld von den osteuropäischen Personen nicht nachkommt, muss zum Teil aussteigen und die Scheibenwischer oder Außenspiegel zurückrücken. Ein leichter Schlag gegen die Seitenscheibe kommt auch schon mal vor. Dabei waren die Bettler auch schon mal kreativ: Clowns jonglierten vor den Autos. Warum jetzt wieder zum Teil aggressives Fensterputzen an den Autos? Nachfragen sind unerwünscht. „Das Betteln auf der Fahrbahn ist ein Eingriff in den Fließverkehr und ist deshalb eine Angelegenheit der Polizei“, heißt aus dem Bezirksamt Hamburg Mitte. Dennoch habe der Bezirk in der Vergangenheit auch Platzverweise erteilt, weil dieses Verhalten die Verkehrssicherheit gefährdet. Die Polizei ist auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. „Betroffene Autofahrer, die bedrängt oder genötigt werden, sollten sofort die Polizei unter 110 verständigen. Hierbei handelt es sich um eine Straftat“, sagt eine Polizeisprecherin.

Scheibenputzer an der AmpelOsteuropäische Personen stehen an der Bürgerweide Ecke Wallstraße und betteln nach Geld. Ungefragt beginnen sie einfach mit dem Putzen der Frontscheibe – ist erstmal der Anfang gemacht, werden Autofahrer so zum Zahlen genötigt. Foto: ha


Neue App für Schüler: Vorhang auf, Bühne frei

(mr). Theaterstücke sind auch etwas für junge Menschen. Meist reicht das Taschengeld aber nicht oder Internet & Co. sind für die Jugendlichen einfach interessanter. Damit sie in den Genuss zu bezahlbaren Karten kommen, bietet eine neue App Schülern Anreize, verschiedene Theater zu besuchen. „Theatix“ – so der Name der neuen App, die TV-Moderator Johannes B. Kerner und Hamburgs Schulsenator Ties Rabe kürzlich vorgestellt haben. So einfach funktioniert’s: Die Schüler klicken auf www.theatix.de auf das Stück, das sie interessiert. Dann bekommen sie alle Informationen und können noch für den gleichen Abend ihre Karten reservieren. Karten gibt es bereits ab 1,99 Euro. „Ich freue mich, dass wir mit unserer Idee bei den Theatern und Behörden auf so großes Interesse gestoßen sind und dass alle an einem Strang ziehen, damit wieder mehr Schüler in Hamburger Theater gehen“, sagt Johannes B. Kerner. Mit der neuen App Theatix können alle Hamburger Bühnen ein jüngeres Publikum anzusprechen – nicht nur mit einem attraktiven Preis, sondern vor allem in den Kommunikationsmedien mit denen sich die Schüler verständigen. Folgende Theater beteiligen sich bisher an Theatix: Deutsches Schauspielhaus, Thalia Theater, Hamburgische Staatsoper, Monsun Theater, Kampnagel, Ernst Deutsch Theater, Ohnsorg-Theater, St. Pauli Theater, Kammerspiele, Altonaer Theater, Harburger Theater und Haus im Park (Bergedorf), Alma Hoppes Lustspielhaus, Schmidt Theater, Lichthof Theater, Das Schiff, Imperial Theater und SNeue Appchmidts Tivoli, Hamburger Kammeroper, Das Opernloft, Theater Kontraste / Winterhuder Fährhaus, Das kleine Hoftheater. Die Becker-Kerner-Stiftung fördert junge Menschen in Sport und Kultur. Sie ist im Mai 2011 als Treuhandstiftung gegründet worden. Foto: Röhe