Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Überseetag

Michael Behrendt, Angela Merkel und Olaf Scholz beim 68. Übersee-Tag des Übersee-Clubs in Hamburg. Foto: FoTe-Press

(mr/ha). Bundeskanzlerin Angela Merkel (62) besuchte am 5. Mai 2017 das Hamburger Rathaus im Rahmen der Feierlichkeiten zum 68. Überseetag und will Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach höheren Verteidigungsausgaben für die Nato nur in Verbindung mit der Entwicklungshilfe betrachten. „So deutlich die amerikanische Regierung das bis 2024 ausgerichtete Zwei-Prozent-Ziel für die Verteidigungsausgaben der Nato einfordert, so deutlich treten wir dann eben auch für das 0,7-Prozent-Ziel der Entwicklungshilfe ein“, sagte die CDU-Vorsitzende in ihrer Rede. Trump hatte verlangt, dass jeder Nato-Staat mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes in den Verteidigungshaushalt stecken müsse. Deutschland liegt seit 2002 kontinuierlich darunter, derzeit bei 1,2 Prozent. Merkel sei sehr froh über Trumps Bekenntnis zur Nato gewesen. „Das war sehr wichtig“, so Merkel. Allen Nato-Staaten sei klar, dass sie in fairer Lastenteilung bereit sein müssten, für die eigene Sicherheit und die der Partner einzutreten. Deutschland habe aber auch immer klar gemacht, „dass neben den Verteidigungsausgaben auch immer Diplomatie und Entwicklungshilfe zum Einsatz kommen müssen“. Außerdem gehörte zur Themenspanne der Bundeskanzlerin auch Brexit und G20. Bei den Feierlichkeiten waren neben der Bundeskanzlerin auch Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, sein Vorgänger Ole von Beust, Katharina Fegebank und weitere Hundert Gäste.


Im Chat lauert oft der „böse Onkel“
– Kinder werden ganz leicht zu Opfern

(mr). Es fing ganz harmlos an. Die 13-jährige Bianca lernte vor einiger Zeit in einem Chatroom einen Mann kennen. Dieser gab sich als Fotograf aus und Dienstwagen der Polizei Hamburgversprach der Schülerin eine Model-Karriere. Er lockte sie zu sich nach Hause. Dort zwang er das Mädchen, Badebekleidung anzuziehen. Die Mutter ahnte von alledem nichts. Chat, Internet, Computertechnik – Fremdwörter für die Mutter. Dass im Internet auch Sex-Kontakte zustandekommen können, ist der Frau nicht bewusst. So kommen mehrere Treffen mit Tochter Bianca und dem Fotografen zustande. In erster Linie geht es ihm aber nicht um Fotos, die er auf einschlägigen Internetseiten veröffentlicht. Er will Sex. Sex mit einer Minderjährigen. Bianca ist damit einverstanden. Die zahlreichen Geschenke, die sie von dem 38-jährigen Fotografen bekommt, schätzt sie sehr. Die ganze Geschichte behält Bianca für sich. Weder Freundinnen noch Eltern erzählt sie etwas von den Treffen. Doch in der Schule verplappert sie sich eines Tages. Ein Lehrer bekommt von dem Vorfall alles mit. Der Pädagoge zögert nicht und schaltet die Polizei ein. Zum vereinbarten Treffpunkt kommt beim nächsten Treffen nicht Bianca, sondern die Polizei. Festnahme. Für die Ermittler ist dies kein Einzelfall: Immer öfter suchen Pädophile über das Internet Kontakt zu ihren Opfern – nicht immer sind es junge Mädchen. Auch auf Knaben haben es Pädophile abgesehen. Gerade im Zeitalter von Webcam und Fotohandy werden Kinder dazu animiert, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen, diese zu filmen und an die Pädophilen zu versenden.
Wenden Sie sich unbedingt an Ihre Polizeistation, wenn:
– Ihr Kind mit pornografischem Material (auch Kinderpornografie) belästigt wird (meist per E-Mail)
– Ihr Kind im Chat zu sexuellen Handlungen an sich selbst aufgefordert wird
– Ihr Kind verbal sexuell belästigt wird („hast du schon Schamhaare“)
– Ihrem Kind für sexuelle Handlungen (an sich selbst oder einer anderen Person) Geld angeboten wird.

Tipp: Kopieren Sie alle E-Mails sowie den Dialog im Chatraum (CD-Rom, Diskette). Verzeichnen Sie Datum, Uhrzeit, Anbieter, Chatraum und die Internetadresse des Täters (unbedingt auch den Nicknamen!) und schildern Sie kurz den Sachverhalt. Geben sie die Unterlagen in ihrer Polizeistation ab und lassen sie Ihre Kinder möglichst nie allein chatten.


Handy am Steuer: die abendteuerlichsten Ausreden

(mr). Den Ortsausgang erreicht, klingelt auch schon das Handy. Die Mutter ist dran und sagt, dass die wichtige Präsentationsmappe vergessen wurde – sie Handy am Steuerliegt auf dem Küchentisch. Im Auto telefonieren, ist eine tolle Sache. Allerdings ist es nicht billig. Aber meist ist es der Punkt in Flensburg, der am meisten schmerzt, wenn man von der Polizei beim Telefonieren am Steuer erwischt wird. Darum müssen sich immer wieder Gerichte mit Einsprüchen der Verkehrssünder beschäftigen. Die kommen oft mit den irrsinnigsten Ausreden. Norbert H. beispielsweise fuhr mit seinem Fahrrad zur Arbeit, als sein Handy klingelte. „Ich fahre öfter freihändig. Also kann ich doch auch telefonieren.“ Oder Anita H. zum Beispiel. Sie trägt eine Zahnspange und behauptete allen ernstes: „Ich habe nicht telefoniert, sondern mir meine Spange mit dem Daumen von unten nach oben an den Oberkiefer gedrückt.“ Weiterer Fall: Stefan P. gab vor Gericht an, mit einem Feuerzeug seine Zigarette angezündet zu haben. Dann hätte sein Ohr gejuckt. Es war also nur ein Feuerzeug, kein Handy, das er am Ohr gehalten hätte. Auch Kathrin S. aus Bergedorf kämpfte gegen ihr Bußgeld und den Punkt in Flensburg. Bei ihr war es ein Hörgerät, das sie in Verdacht des Telefonierens während der Autofahrt brachte. Sie hätte lediglich die Batterien ausgetauscht, mehr nicht. Vor Gericht brauchte sie allerdings keine großartige Rechtfertigung mehr abzugeben: Die Polizeibeamten konnten sich gar nicht mehr an den Vorfall erinnern.
Es ist schon Wahnsinn, was sich Richter und Polizisten so alles anhören müssen. Bei dem einen Verkehrssünder war’s ein Spielzeug-Handy, bei anderen ein Diktiergerät. Es kommen auch immer wieder Rasierer, Fotokameras oder Parfümflaschen ins Spiel. Alles nur Ausreden, um das Bußgeld nicht bezahlen und einen Punkt in Flensburg einfangen zu müssen. Meist ist es aber eindeutig, dass die Fahrer mit einem Handy am Steuer gesessen haben – und die Verkehrsteilnehmer werden verurteilt.


Teure Auskunft: Autowerkstatt zieht Kunden fast 80 Euro aus der Tasche

(mr). „Das kann doch nicht wahr sein. Das ist Abzocke pur. So eine Sauerei hätte ich von einer Fachwerkstatt nicht gedacht“, sagt Hans R. aus Hamburg. Der Besitzer eines 20 Jahre alten Audi 80 wollte, dass er eine Plakette für die Teure AuskunftAbgasuntersuchung bekommt. Stattdessen erhält er eine saftige Rechnung – für eine Information, die er bereits vorher wusste! Hier die Vorgeschichte: Hans R. fährt mit seinem Audi 80 zum TÜV und lässt dort eine Haupt- und Abgasuntersuchung durchführen. Die Hauptuntersuchung verläuft, mal abgesehen von kleinen Mängeln (Innenspiegel fehlt, Beleuchtung ist nicht richtig eingestellt, Scheibenwischer haben zu viel Spiel), positiv. Die Plakette wird erteilt. Nun wird das Fahrzeug in einen separaten Bereich gefahren, in dem die Abgaswerte ermittelt werden. Der Prüfer öffnet die Motorhaube und steckt verschiedenfarbige Kabel hinein. Der Prüfer wundert sich: Es lassen sich keine Werte ablesen. Auch ein zugezogener Kollege weiß keinen Rat. Die Abgasuntersuchung wird abgebrochen, es lassen sich partout keine Werte ergeben. Anstandslos bekommt Hans R. den Betrag in Höhe von 40,00 Euro für die Abgasuntersuchung zurückerstattet. „Wenn sich keine Werte ergeben, ist der Wagen weder durchgefallen noch hat er bestanden“, erklärt der Prüfer und verweist auf eine Audi-Fachwerkstatt. Dort kann das Problem bestimmt gelöst werden. Einige Tage später fährt Hans R. zur Audi-Fachwerkstatt am Bramfelder Dorfplatz in Hamburg. Dort veranlasst der Fahrer des Audi 80 eine Überprüfung bezüglich der Abgase. Das Auto bleibt in der Werkstatt und Hans R. vertreibt sich zwei Stunden lang die Zeit, in dem er Einkaufen geht. Dann bekommt er einen Anruf – er könne vorbeikommen. „Es lassen sich keine Werte ermitteln. Wir können bei Ihrem Auto keine Abgasuntersuchung machen“, sagt Kundendienstberater Alfons Gediga. „Das Auto muss überprüft werden, erst dann kann man mit Sicherheit sagen, woran es liegen kann.“ Er wird zur Kasse gebeten – schließlich wartet dort noch die Rechnung. „Rechnung?“, fragt sich Hans R. Er geht zur Kasse, dort bekommt er eine Prüfbescheinung über die Durchführung einer Abgasuntersuchung nach § 47a. Gesamtergebnis: Abgasuntersuchung ist nicht bestanden, die Plakette wurde nicht erteilt. Die Untersuchung wurde abgebrochen. Verärgert zahlt Hans R. die 79,14 Euro in bar, nimmt die Rechnung an sich. „Super, jetzt bin ich genauso schlau wie vorher. Es lassen sich keine Werte ermitteln. Das war genau die Info, die ich schon vorher wusste. Nur dass ich jetzt fast 80 Euro los bin“, sagt Hans R. Aber sich mit dem Personal anlegen lohnt nicht, denkt er sich und verlässt den Hof. Prokurist Holger Ifsen verteidigt auf Nachfrage den Rechnungsbetrag. „Wir haben eine Leistung erbracht, der Wagen wurde hinsichtlich der Abgaswerte überprüft. Ob der Wagen nun eine Plakette bekommt oder nicht, die Leistung wurde erbracht“, so Ifsen. Hans R. fragt sich unterdessen, wo denn nun die Leistungserbringung steckt? „Wenn die Fachleute eine ganz normale Abgasuntersuchung machen, wie dass auch die Prüfer vom TÜV gemacht haben, dann kann doch keiner erwarten, dass jetzt auf einmal Werte zu ermitteln sind. Es muss doch ein genauer Fehler zu eruieren sein, den die Werkstatt finden und beheben sollte. Auf die reine Untersuchung hätte er gut verzichten können – das war auch keinesfalls der Auftrag. Für Hans R. steht fest: „Ich halte mich von diesem Betrieb fern. Das ist die größte Strafe.“


Interview mit TV-Moderatorin Birgit Schrowange

Birgit Schrowange beim Fotoshooting für die ADLER Modemärkte

(mr). Sie ist das Gesicht der Adler Modemärkte und kam am 7. März 2012 Birgit Schrowangeanlässlich eines Fotoshootings der Modekette ins Lichtwerk nach Hamburg-Altona: Birgit Schrowange. Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau sprach mit der beliebten RTL-Moderatorin über Hamburg, Mode und Zuschriften von Fernsehzuschauern bezüglich ihrer Kleidung.

Wenn Sie für so ein Fotoshooting extra aus Köln angereist kommen, machen Sie auch einen Stadtbummel durch Hamburg?
Aber sicher. Hamburg ist eine schöne Stadt. Ich liebe den Hafen und die historische Altstadt Hamburgs. Gestern war ich im Fischrestaurant „Henssler & Henssler“ direkt am Hafen essen – auch das gehört bei meinem Hamburg-Besuch einfach dazu.
Was gefällt Ihnen an Hamburg?
Es sind die netten Menschen, die hier leben. Und das viele Wasser: Elbe, Alster und die zahlreichen Fleeten. Es ist eine sehr schöne Atmosphäre in Hamburg. Mich faszinieren vor allem die Altbauten und Villen, die Hamburg zu bieten hat.
Birgit SchrowangeWo übernachten Sie denn?
Ich bin in einem Hotel in der Innenstadt untergebracht. Von dort sind es nur wenige Schritte und ich bin im Herzen von Hamburg.
Bekommen Sie viele Zuschriften von Fernsehzuschauern, die Sie zu Ihrem Outfit befragen?
Ja, das kommt häufig vor. Vor allem Frauen schreiben mich an und fragen, von welchem Modeunternehmen ich meine Kleidung hab.
Wer bestimmt denn, was Sie in Ihren TV-Sendungen tragen?
Wir haben eine Styling-Abteilung, mit der ich meine Kleidungsstücke abstimme.
Wer hat dabei das letzte Wort?
Letztendlich entscheide ich, was ich trage. Aber meine Stylistin und ich sind ein Team und wir treffen immer gemeinsam den richtigen Geschmack.
Was bekommen Sie noch für Zuschriften?
Meist fragen mich die Menschen danach, wie ich es schaffe mit über 50 so jung auszusehen. Dann gebe ich denen meist einen kleinen Tipp.
Haben Sie einen Tipp als Beispiel?
Ich treibe viel Sport, bin gut gelaunt und sehr optimistisch eingestellt. Das macht eine ganze Menge aus. Mit dieser Einstellung hält man sich geistig fit und das überträgt sich dann auch auf das Äußere. Schön finde ich in diesem Zusammenhang auch den Satz von Erika Pluhar „Jugend ist keine Frage des Alters“.
Sie sind Markenbotschafterin des Modeunternehmens „Adler“. Tragen Sie immer ein komplettes Outfit von „Adler“?
Birgit Schrowange im InterviewIch finde es immer phantasielos, wenn jemand komplett in Designerklamotten eingekleidet ist. Das Beste ist doch, wenn man es wunderbar mit verschiedenen Kleidungsstücken kombiniert. Die Mischung macht es doch.
Haben Sie ein Lieblingskleidungsstück?
Ich liebe meine blaue Jacke aus der Abteilung „My Owne“ von Adler.
Warum genau diese Jacke?
Es ist eine blaue Lederjacke – ich trage sehr gerne Lederjacken. Außerdem macht sie gute Laune, ist schnittig und passt wunderbar zu meiner Augenfarbe. Das blau der Lederjacke passt wunderbar zu dem blau meiner Augen. Einfach klasse.
Das Wort Lederjacke erweckt den Eindruck, sie würde viel kosten. Stimmt das?
Mode muss nicht viel kosten. Qualität gibt es auch zu günstigen Preisen und meist sprechen mich die Menschen auf Roten Teppichen an und sind erstaunt, wenn ich denen Preis und Unternehmen verrate.
Was kostet denn Ihre blaue Lederjacke?
Die gibt es in blau für 159,99 Euro und in schwarz für 169,99 Euro.
Birgit Schrowange im InterviewVielen Dank fürs Kurzinterview und viel Spaß noch beim weiteren Fotoshooting hier in Hamburg.

Das Interview mit Birgit Schrowange führte führte Matthias Röhe (rechts).


Interview mit Schlagersänger Semino Rossi

Semino Rossi: „Ich hatte nur ein
Ziel: ich wollte immer berühmt werden“

(mr). Mit Titeln wie „Granada“, „Tausend Rosen für Dich“ oder beispielsweise „Einmal Ja gesagt – für immer Ja gesagt“ bezaubert er sein Publikum: Semino Rossi. Sein Werdegang ist grandios. Als junger Mann wandert er nach Spanien aus und agiert monatelang als Straßenkünstler. Aus heiterem Himmel bekam der Balladen-Experte dann ein Engagement in einem großen Hotel im östereichischen Innsbruck. Dort sollte Semino Rossi auf einer Geburtstagsfeier eines bekannten Musikproduzenten auftreten. Das Wunder nahm seinen Lauf: Der Produzent war von seiner Stimme so angetan, dass er ihm prompt vorschlug, ein Album zu produzieren. Rossi nahm Deutsch-Unterricht in Österreich und hatte kurz darauf Auftritte im Deutschen Fernsehen – mit durchschlagender Wirkung. Mittlerweile ist Semino Rossi aus dem deutschen Schlagergeschäft gar nicht mehr wegzudenken. Matthias Röhe traf vor einiger Zeit Semino Rossi bei einer Gala im Friedrichstadtpalast in Berlin und hatte vor der Veranstaltung die Möglichkeit, ein kurzes Interview mit dem Künstler zu führen.

Semino RossiSemino, du bist mehrfach mit Platin und Gold ausgezeichnet worden. Du gehörst eindeutig zu den großen Stars der Schlagerbranche. Wie gehst du damit um?
Ich freue mich wirklich sehr, so viele Preise zu bekommen. Ein wahnsinniges und wunderschönes Gefühl – ich freue mich wirklich sehr. Ich bin sehr glücklich und vorallem auch dankbar für diese tollen Erfolge.
Die Ereignisse überschlugen sich ja vor einigen Jahren bei dir. Zuerst wurdest du für eine Geburtstagsfeier eines Produzenten engagiert, dann folgten gleich Fernsehauftritte. Das war doch richtig Glück?
Ja, auf jeden Fall! Ich hatte großes Glück, damals im Fernsehen auftreten zu dürfen. Ich war immerhin schon über 40 Jahre alt – normalerweise geben die einem Newcomer in diesem Alter keine Chance mehr.
Wirklich erstaunlich, dass man dich mit damals – ich glaube 43 Jahren – auf die Bühne gelassen hatte.
Das stimmt. Mein erster Fernsehauftritt im deutschen Fernsehen war in der Karl Moik-Sendung am 22. Mai 2005. Durch diese Sendung kam meine Musikkarriere so richtig ins Rollen. Und die Reakionen vom Publikum waren super. Aber es war nicht nur Glück dabei. Für diesen Auftritt habe ich viel getan! Ich war sehr gut vorbereitet. Ich habe in Innsbruck extra zwei Jahre lang Deutsch gelernt. Das war nicht ohne!
Was gibt es für neue Projekte bei dir?
Es wird bald einen Film geben. Eine deutsche Firma aus der Filmbranche interessiert sich sehr für mein Leben. Und ich werde in dem Film eine wahre Geschichte aus meinem Leben erzählen. Ich habe 18 Tage in meinem Auto geschlafen und noch viele verrückte Sachen mehr. Ich habe so viel schon gemacht.
Semino RossiDabei war es doch überhaupt nicht geplant, deutsche Lieder zu singen, oder?
Genau. Ich hab eigentlich niemals daran gedacht, deutsche Schlager zu singen. Ich wollte ja eigentlich in Spanien bleiben. Spanisch konnte ich ja – aber die deutsche Sprache überhaupt nicht. Die musste ich extra lernen! (lacht)
Du hattest also von Anfang an vor, berühmt zu werden?
Ja! Ich hatte nur ein Ziel: ich wollte immer berühmt werden. Und ich habe alles dafür getan. Das kann jeder schaffen – es ist eine reine Kopfsache. Es gibt ja diese Serie in Amerika „Vom Tellerwäscher bis zum Millionär“. Das geht alles, es ist eine reine Kopfsache. Das muss du selbst entscheiden. Nicht deine Familie oder wer auch immer. Du ganz allein kannst deine Ziele erreichen, wenn du willst.
Wenn du singst, klingt es richtig profesionell. War das schon von Geburt an oder hast du eine richtige Gesangsausbildung absolviert?
Nein, ich bin ein richtiges Naturtalent. Ich hatte keine Gesangsausbildung. Meine Stimme ist mir von Gott mitgegeben worden und ich bin sehr dankbar dafür.
Beherrscht du auch ein Musikinstrument?
Bis jetzt noch nicht. Aber ich bin dabei, Gitarre spielen zu lernen. Wenn sich ein Sänger selbst während seiner Auftritte begleiten kann, ist es doch besser. Er ist dann unabhängiger. Und das ist mein nächstes Ziel: Gitarre spielen zu können.
Semino, ich danke dir dafür, dass du dir kurz Zeit für dieses Interview genommen hast. Vielen Dank.