Polizei übt Konvois für den G20-Gipfel

US-Präsident Donald Trump fährt in dieser tonnenschweren Limousine, die "The Beast" genannt wird. Damit niemand weiß, in welchem Fahrzeug der Präsident sitzt, fahren meistens in einem Konvoi zwei baugleiche Fahrzeuge. Foto: FoTe-Press

(mr). Der G20-Gipfel am 7. und 8. Juli 2017 auf dem Messegelände in Hamburgs Innenstadt wirft erneut einen breiten Schatten: wenn Staatsgäste wie US-Präsident Donald Trump oder der russische Staatschef Wladimir Putin in die Hansestadt kommen, werden sie größtenteils von mehreren Dienstfahrzeugen der Polizei begleitet. Damit solche Fahrten reibungslos verlaufen, hat die Hamburger Polizei mehrere Verkehrsmanöver trainiert. Es wurden Fahrten mit fiktiven Staatsgästen geprobt – unter anderem vom Flughafen zum Messegelände. Im Einsatz waren etwa 100 Hamburger Beamte, wie Polizeisprecher Timo Zill mitteilt. Beim G20-Gipfel Anfang Juli werden es in etwa 2.500 Polizisten sein, darunter aus fast allen 15 anderen Bundesländern, die für einen möglichst reibungslosen Ablauf im Straßenverkehr sorgen sollen. Unterdessen hatte gerade erst Innensenator Andy Grote (SPD) eindringlich mit deutlichen Worten vor Straßenblockaden während des G20-Gipfels gewarnt. Demnach könnten die Sicherheitskräfte der Staatsgäste zu drastischen Maßnahmen greifen. Wenn etwa die tonnenschwere Limousine von US-Präsident Trump („The Beast“) zum Stehen gezwungen werde, sei das für die bewaffneten US-Personenschützer vom Secret Service der Ernstfall und eine bedrohliche Situation. Während des Gipfels wird es mehrere Routen geben, auf denen die Polizei die Staatsgäste vom Flughafen zum Tagungsort oder ins Hotel begleitet. „Aus Sicherheitsgründen werden wir diese Routen natürlich nicht im Vorfeld bekannt geben“, hebt Timo Zill hervor. „Dies würde allen Personen, die Anschläge oder Blockade-Aktionen planen, in die Hände spielen“, ergänzt Zill.  Staatsgäste mit dem Hubschrauber vom Flughafen in die Innenstadt zu bringen sei dem Polizeisprecher zufolge keine Alternative. In den kommenden Wochen wird es weitere Probefahrten der Polizei geben, wie die Polizei mitteilt.


Badesaison beginnt bibbernd / 13 Hamburger Badeseen laden zum Schwimmen ein

(ha). An Hamburgs Badeseen startet die Saison – noch allerdings mit Bibberfaktor. Bei aktuell 9 bis 13 Grad Wassertemperatur macht das Schwimmen momentan wohl am ehesten im Neoprenanzug Spaß. Die meisten Badegewässer öffnen in diesen Tagen und sind bis etwa Mitte September geöffnet. Die Wasserqualität wird regelmäßig überprüft. Die Bezirksämter entnehmen an den Badestellen alle drei Wochen Wasserproben. Diese werden entsprechend der EG-Badegewässerrichtlinie auf die Darmbakterien „Intestinale Enterokokken“ und „Escherichia Coli“ untersucht. Die Bakterien dienen als Anzeichen für eventuelle gesundheitliche Risiken durch Belastungen im Gewässer. Wenn nötig, wird das Gewässer zusätzlich auf Cyanobakterien (Blaualgen) und Zerkarien (Gabelschwanzlarven) untersucht. Außerdem werden in Hamburg die Sichttiefe, der pH-Wert und die Wassertemperatur gemessen. Bei Bedarf können die Untersuchungen der Wasserproben noch erweitert werden. Der Eichbaumsee im Bezirk Bergedorf bleibt wegen der Überwachung der erfolgten Sanierungsmaßnahmen in diesem Jahr geschlossen. Alle aktuellen Ergebnisse und die Bewertung der Wasserqualität der Hamburger Badegewässer sind auf der Internetseite der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt veröffentlicht (www.hamburg.de/badegewaesser). Hier gibt es auch Informationen zum Anfahrtsweg, Hinweise etwa zu Kiosken, Toiletten oder Umkleiden sowie Kurzbeschreibungen der Badestellen.

Noch ein Hinweis: Alle Besucher der Badeseen werden gebeten, Abfälle immer in den bereitstehenden Mülleimern zu entsorgen sowie die Vegetation am Ufersaum von Seen zu schonen. Badegäste sollten auch keine Wasservögel füttern. Eine unnatürlich hohe Population dieser Tiere schadet nicht nur dem Gewässer, sondern erhöht auch das Risiko eines Zerkarienbefalls.


Hamburg bekommt einen Loki-Schmidt-Platz

(ha). In Winterhude wird künftig ein Platz im neu entstehenden Pergolenviertel westlich der S-Bahnstation Rübenkamp nach der Hamburger Ehrenbürgerin als Loki-Schmidt-Platz benannt. In Erinnerung an Loki Schmidts (1919-2010) Einsatz für die Natur und in Anlehnung an die dortigen Kleingärten werden weitere Wege im Pergolenviertel als Winterlindenweg, Feldahornweg und Weg bei den Gärten benannt. In Barmbek-Nord wird die zwischen der Drosselstraße und der Pestalozzistraße liegende Teilfläche der Fuhlsbüttler Straße, nördlich des Bahnhofs Barmbek, als Piazzetta-Ralph-Giordano benannt. Damit wird an den in Barmbek geborenen Journalisten, Publizisten, Schriftsteller und Regisseur Ralph Giordano (1923-2014) erinnert. Die Bezeichnung Piazzetta greift zum einen den in der Planungsphase benutzten Begriff „Piazzetta Barmbek“ auf und ist zum anderen eine Reminiszenz an die italienische Abstammung Giordanos. In Hohenfelde wird der vorhandene Weg, der von der Ifflandstraße – etwa 20 Meter nördlich der Einmündung Ekhofstraße – abzweigt und in den Mühlendamm einmündet, in Erinnerung an die unter anderem am Ohnsorg-Theater wirkende Schauspielerin Hilde Sicks (1920-2007) als Hilde-Sicks-Weg benannt. In Rahlstedt wird eine vom Schierenberg abzweigende neu entstehende Ringstraße als Irma-Keilhack-Ring benannt. Irma Keilhack (1908-2001) war von 1949 bis 1961 Mitglied des Bundestages und von 1961 bis 1970  Senatorin der Jugendbehörde und zugleich bis 1966 der Behörde für Ernährung und Landwirtschaft; sie war bundesweit die erste Frau nach dem 2. Weltkrieg im Rang einer Landesministerin.

Weitere Benennungen:

Am Dorfgraben (Bramfeld)

Nach der Lage am nördlich verlegten Bramfelder Dorfgraben.

Am Schilfpark (Bergedorf)

Nach dem hier entstehenden Schilfpark.

Anneliese-Tuchel-Weg (Farmsen-Berne)

Nach Anneliese Tuchel (1926 – 2000), Buchhändlerin; übernahm die altehrwürdige Buchhandlung von 1844 am Jungfernstieg 50 von ihrem Vater Johannes P. Meyer und baute sie zur größten norddeutschen theologischen Fachbuchhandlung aus.

Butterbauernstieg (Hummelsbüttel)

Nach den bis ins 20. Jahrhundert in Hummelsbüttel bekannten „Butterbauern“, die früher in Südholstein Butter, Käse, Eier und Geflügel kauften und einmal wöchentlich in Hamburg direkt an den Endverbraucher verkauften.

Frascatiplatz (Bergedorf)

Nach dem seit Jahrzehnten im Volksmund bekannten Namen, der auf das „Frascati“ zurückgeht, einem ehemals benachbarten Gasthof am Bahnhof Bergedorf Süd im italienischen Viertel.

Heinrich-Kock-Weg (Lokstedt)

Nach Heinrich Kock (1904 – 1990), seit 1927 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Lokstedt von 1885, seit 1946 stellvertretender Wehrführer, von 1948 – 1965 Wehrführer, seit 1974 Ehrenwehrführer; 1961 ausgezeichnet mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz 2. Stufe des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Marie-Bautz-Weg (Farmsen-Berne)

Nach Marie Bautz (1879 – 1929), Fabrikarbeiterin, später Geschäftsführerin; von 1919 – 1924 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und Deputierte der Behörde für Öffentliche Jugendfürsorge.

Ohlendiekshöhe (Poppenbüttel)

In Anlehnung an den westlich liegenden Ohlendiekskamp.

Zeppelin-Park (Schnelsen)

In Anlehnung an den Namen „Zum Zeppelin“ des in der Frohmestraße 123 – 125 gelegenen Hotel-Restaurants.