Glossen

Autokennzeichen und ihre Vorurteile

(mr). Szene an einer Autobahnraststätte. Ein Provinzidiot (PI) schreit einen orientierungslosen Dummen (OD) an. „Können Sie nicht leise sein?. Neben Ihnen schläft doch einer!“ Tatsächlich liegt da jemand in seinem Auto: Trottel schläft (TS). Auf einmal ein Feuerball: Auto brennt ganz (ABG). Schaulustige denken nur, der Fahrer käme aus HEI (Hilfe ein Idiot) beziehungsweise aus IZ (Idiotenzentrum). Gegenüber vom brennenden Wagen donnert jemand gegen eine Laterne. Wo kommt der Fahrer her? Natürlich aus LWL (lenkt willkürlich lädierend). Er hätte auch aus RÜG (rast überall gegen), WAF (westfälischer Amok-Fahrer) oder RAS (Rambo am Steuer) kommen können. Mittlerweile haben sich auf dem Rastparkplatz wilde Landwirte (WL), bereifte Mörder (BM), frei rasende Idioten (FRI) und nicht Fahrtüchtige (NF) versammelt. Zum Glück sind auf Deutschlands Straßen nicht nur wildgewordene Rowdys (WR) und wilde Fahrer (WF) unterwegs. Auch langsame Zeitgenossen treffen wir: Oma hat Zeit (OHZ), nur müde Schleicher (NMS), sehr Langsame (SL), Kraftfahrer übt noch (KÜN), ruhe sanft (RS) und Sonntagsfahrer (SON). Auch Tiere scheinen unterwegs zu sein: Ochse am Lenker (OAL), Wildschwein auf Futtersuche (WAF), dämlicher Esel (DE), besengte Sau (BS), wilder Affe fährt (WAF), saarländische Lenkradsau (SLS), hessisches Rindvieh (HR), Hängebauchschwein (HBS) oder beispielsweise kleines lebendes Erdferkel (KLE). Der Platz füllt sich: es stoßen ein dummer Dresdner (DD), ein Straßentrottel (ST), ein Superidiot (SI) sowie ein richtiger Dussel (RD) dazu. Wir müssten alle das Kennzeichen GG haben, denn wir befinden uns in großer Gefahr (GG) unter all den verrückten Spinnern (VRS). Ein Autofahrer blickt ständig auf den Boden. Naja: er sucht Inteligenz (SI). Nehmen Sie diese Glosse bitte nicht zu ernst. Autofahrer aus dem bayerischen Neustadt a. d. Saale sehen sie bestimmt so: Nur ein Scherz (NES).


10 Euro Praxisgebühr – was für eine Qual

(mr). Schon fast in Vergessenheit geraten: Die Praxisgebühr. Kaum eine Zeitung schreibt, kaum ein Rundfunksender berichtet mehr darüber. Aber so ist das oft. Egal ob die Gaspreise in Höhe schnellen, die Ökosteuer erhöht wird, Fahrkarten für den Nahverkehr teurer werden oder gar die Mieten steigen. Erst gibt es laute Proteste, die aber schnell wieder verstummen, weil sie so oder so nichts ändern. Auch mit der Praxisgebühr war es so. Eigentlich schade, denn nach wie vor sorgt sie für spannende Erlebnisse in der Praxis: „Muss ich zehn Euro bezahlen oder nicht?“ Pech, wenn der Schnupfen gerade zum Quartalsende eintritt und möglicherweise zwei Arztbesuche fällig werden. Schade, dass das Portemonnaie zweimal gezückt werden muss, aber nachzuvollziehen. Anders hingegen beim Zahnarzt, wenn es dort Probleme mit der neuen Füllung gibt und sich über das nächste Quartal hinziehen. Dann muss der Patient wieder zehn Euro berappen. Der Einwand, es handele sich doch um eine Reklamation, weil die neue Füllung Schmerzen verursacht, ist den meisten Sprechstundenhilfen plausibel. Dennoch bitten sie um Verständnis: Beanstandungen oder Garantieansprüche sähen das Abrechnungsverfahren nicht vor. Tipp: Füllungen also nur zum Quartalsbeginn verpassen lassen, dann bleibt mehr Zeit für kostenfreie Nachbesserungen.
Wie sich doch die Zeiten ändern: Früher habe ich den Zahnarzt gedanklich verdrängt – bis zuletzt. Heute muss ich schon, um Kosten zu sparen, an Bohrungen und Nachbesserungen im Voraus denken…

Glücklicherweise wurde die Praxisgebühr im Januar 2013 abgeschafft.


In einer digitalen Zeit: Vicci ist ein analoges Mädel

(mr). Auf dem Hamburger Gänsemarkt lerne ich sie kennen: Foto-Volontärin Vicci. Am selben Abend bekommt sie meine Visitenkarte. Sie verspricht mir eine E-Mail zu schreiben, damit wir auf diese Weise in Kontakt bleiben. Es gehen neun (9!!!) Wochen ins Land, ohne dass ich ein Lebenszeichen von Vicci bekomme. Na gut. Wir sehen uns zwischendurch zweimal bei Presseterminen – aber mehr als ein kurzes Hallo kommt nicht. Bei einer Filmpremiere steht sie auf einmal neben mir. Sofort begrüße ich sie mit den ironischen Worten: „Danke für deine nette E-Mail“. Sofort entschuldigt sie sich und begründet das Nichtschreiben damit, dass sie meine Karte einfach verlegt hat. Sie sei etwas chaotisch, was ihre Freundinnen auch jederzeit bestätigen würden. Fast flehend und bittend fragt sie ein zweites Mal nach meiner Visitenkarte. „Bitte, bitte, bitte gib mir deine Karte“. Da ich sie ins Herz geschlossen und einfach gern habe, komme ich ihrer Bitte nach. – Neue Chance, neues Glück? Denkste! Wir treffen uns erneut zufällig bei einem weiteren Pressetermin. Im Anschluss lädt sie mich zum Kaffee ein – Wahnsinn. Als dann noch ein weiterer Vorschlag kommt (da sie in zwei Wochen mit dem Firmenauto ganz nach Kiel zum Boxen fährt, möchte sie mich gern dabei haben) bin ich vor Freude kaum zu halten. Allerdings bedeutet es für mich jetzt Arbeit: ich muss mich akkreditieren. Das ist bei Großveranstaltungen nicht ganz leicht (begrenztes Kartenkontingent). Ich schreib ihr gleich am nächsten Tag eine E-Mail: „Hallo Vicci. Deine Idee war super. Drück mir die Daumen, dass ich eine Karte bekomme. Ich freu mich auf das Boxen, auf Kiel und auf dich!“ Es kommt keine Antwort! Einen Tag vor der Veranstaltung schwebe ich noch immer im Unklaren. Da ich keine Kontaktdaten von ihr habe, rufe ich in ihrer Firma an. Der Anruf ist unangenehm. Da sie in einem Großraumbüro sitzt, kann sie nur eingeschränkt reden und mir erklären, dass ihr Onkel gestorben ist und sie deshalb nicht nach Kiel fährt! – Warum erfahre ich soetwas erst auf Nachfrage? Müsste nicht sie absagen, gerade weil sie die Mitfahrgelegenheit anbot? Schwamm drüber – neue Chance, neues Glück? Denkste! Die extra für ihr Volontariat aus Berlin nach Hamburg gezogene Vicci sagt mir, sie habe kaum private Kontakte und niemanden, mit dem sie mal was machen kann. Ich mag sie und würde sehr gerne einen Kinofilm sehen, um die Alster gehen, ’ne Runde joggen oder einfach mit ihr einen Kaffee trinken. Sie nickt zustimmend und verspricht, sich bei mir zu melden; mir eine E-Mail zu schreiben. Es kommt natürlich nichts. Also mache ich den Schritt, sie Zuhause aufzusuchen (immerhin hab ich herausbekommen, wo sie wohnt). Überraschungsmäßig stehe ich vor ihrer Tür. Obwohl sie mich umarmt und sich über meinen Besuch freut, trete ich als Störenfaktor auf. Denn ausgerechnet an dem Abend erwartet sie ihre Mutter aus Berlin. Vicci nimmt sich dennoch eine Viertelstunde Zeit und wir quatschen miteinander. Mit einer weiteren Umarmung trennen wir uns. Wieder mit den Worten „ich melde mich bei dir!“ Es vergehen sieben Wochen! Zwischendurch feiern wir Weihnachten und Silvester und ich weiß, dass Vicci die Feiertage in Berlin verbringt. Eigentlich rechne ich mit einer Mail von ihr: „Frohes neues Jahr“ oder etwas ähnliches. Natürlich kommt wieder nichts. Erst am 20. Januar entschließe ich mich, wieder bei ihr an der Haustür zu klingeln. Ein blödes Gefühl, jemandem quasi hinterzulaufen. Aber anderseits gibt es Menschen, die ihren Kopf voll haben und dann froh sind, wenn sie jemand aus ihrem Alltag herausreißt. Von alleine machen sie so etwas nicht. Wie dem auch sei: erneut bin ich ein Störfaktor. Diesmal ist ihre Schwester aus Zürich angereist. Und dieses Mal hat Vicci keine zwei Minuten Zeit für mich. „Ich schreibe dir eine Mail, ich melde mich bei dir“ – ihr Lieblingsstandardsatz. Es ist kein Scherz: bis zum heutigen Tag habe ich natürlich keine E-Mail von ihr bekommen.
Da arbeitet Vicci ansonsten recht digital: mit einer Digitalkamera, einem Laptop, sie besitzt sogar ein Handy. Und dennoch bekommt sie es einfach nicht hin mit ihren E-Mails. Sie scheint halt doch ein analoges Mädel zu sein… Paradox: sie ist Diplom Kommunikationsdesignerin. Aha. Das also ist Kommunikation.


Wie du mir, so ich dir…

(mr). Überhaupt nicht glücklich wirkte mein Kollege aus der Zeitungsredaktion. Seit einigen Wochen sitze er in einem Großraumbüro. Zuvor hätte er jahrelang zusammen mit drei weiteren Kollegen in einem kleinen, gemütlichen Zimmer gesessen. Nun müsse er sich mit 15 Kollegen ein weniger gemütliches Großraumbüro teilen. Mein Kollege könne kaum in Ruhe telefonieren: ständig dieser laute Geräuschpegel. Streitereien wegen des Fensters stünden auf der Tagesordnung. Soll es geöffnet oder doch geschlossen werden – 15 Mitarbeiter bedeuten immerhin 15 Meinungen. Öffnet sich die Bürotür, würden alle aufschauen, wer denn gekommen sei. Unruhe von morgens bis abends. Der Chefredakteur liefe ständig wie ein Tiger im Käfig auf und ab, schaue gerne mal über den Rücken eines Redakteurs um herauszubekommen, was dieser denn gerade auf dem Computer schreibe. Untereinander gehe es teilweise zu wie in einem Hühnerstall. Es werde über Kollegen gegackert und auf Mitarbeiter herumgehakt. Mobbing? – das neue Großraumbüro sei dazu eine ideale Brutstätte. Völlig normal: Redakteure gehen und kommen unregelmäßig. Täglich variieren die Uhrzeiten von Presseterminen. Dennoch werde jeder schief angeschaut, wenn er das Großraumbüro verließe. Und wehe jemand hat einen Fehler gemacht! Vor versammelter Mannschaft würde der Chef denjenigen Rügen. Apropos Chef: Natürlich hat der große Boss nach wie vor sein eigenes Büro. Mit undurchschaubaren Wänden und mit seiner Sekretärin im Vorzimmer abgeschirmt, damit ja keiner unerwartet in sein Reich eintreten und ihn stören kann. Ich musste schlucken und konnte meinem Kollegen nur folgenden Rat geben: Sorge dafür, dass vor dem neuen Großraumbüro ebenfalls ein Vorzimmer eingerichtet wird! Der Chef sollte dann nur in Ausnahmefällen hinein gelassen werden, wenn ihr tatsächlich Zeit für ihn habt. Zuvor muss er vor versammelter Mannschaft beweisen, dass er in jeder Stunde 60 Minuten arbeitet, wie er es von seinen Mitarbeitern erwartet. Werdet ruhig laut, sollte er dabei einen Fehler machen. Und bei 15 Kollegen dürfte es eigentlich kein Problem sein, wie eine Horde Tiger hinter seinem Rücken auf und ab zu laufen. Wie du mir, so ich dir…


Glosse über Jogginghosen

(mr). Ich traute meinen Augen kaum, als ich am Frühstückstisch in einer Frauen-Zeitschrift eine kleine Meldung aus der Kategorie „Buntes“ las. Die Jogginghosen sind wieder in. Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Jogginghosen, die in erste Linie für Augenkrebs verantwortlich und eine Strafe fürs Auge derer sind, die mit normaler Kleidung angezogen sind, soll wieder salonfähig werden. Nichts gegen Jogginghosen, wenn jemand tatsächlich seiner Sportleidenschaft nachgeht. Um die Hamburger Alster joggen macht wenig Sinn, wenn man dabei einen Businessanzug an hat. Und natürlich kann niemand in einer engen Jeanshose am Weitspringen teilnehmen. Die Jogginghose ist im Sportbereich unabdingbar. Kein Thema. Dennoch war die Meldung in der Zeitschrift ein Schock. Denn wenn dieses gewöhnungsbedürftige Kleidungsstück wieder in ist, tauchen vermehrt Menschen auf, die ihre Jogginghose auch im Alltag tragen. Sprich: auf der Straße, im Kaufhaus, im Supermarkt. Genau dort hat die Jogginghose eigentlich nie etwas zu suchen gehabt. Von mir aus in der Muckibude, aber doch nicht dort, wo sie jeder zu sehen bekommt. Man stelle sich vor, jeder trägt ein solches Ding. Es wäre bitter. Zwar gibt es mittlerweile auch farblich modische Modelle, aber die Mehrheit dürfte auch in diesem Jahrzehnt eine graue Jogginghose besitzen. Bitter. Welchen Vorteil bietet eine Jogginghose? Sie ist schnell an- und wieder auszuziehen. Zweifelsohne. Und der größte Vorteil ist doch sicherlich, dass niemand merkt, ob man zugenommen hat. Bei jeder vernünftigen Hose drückt es irgendwann, wenn zu viele Kilos an einem haften. Da muss schon mal der Hosengürtel um ein Loch erweitert werden! Das fällt auf. Bei der Jogginghose ist es einfacher. Bändchen zusammen ziehen, Schleife drum, fertig. Das schlimmste aber ist ihr Aussehen. Da fällt mir gerade ein: ich sitze am Computer und schreibe diese Glosse. Was habe ich wohl an? Richtig: eine Jogginghose. Sie ist bequem, wenn man stundenlang am Rechner sitzt. Aber reden wir nicht weiter drüber: schließlich bin ich Zuhause – mich sieht ja niemand.


Smartphones: Fluch und Segen zugleich

(mr). Kaum zu glauben, aber früher war ein Date richtig kompliziert. Entweder ging man in die örtliche Discothek oder in eine Kneipe. Um dahin zu kommen, wurden gedruckte Buspläne studiert, persönlich mit Freunden ein vorheriger Treffpunkt vereinbart und über eine gelbe Telefonzelle ein Taxi gerufen. Dann mussten wir in der meist überfüllten Disco oder Kneipe warten, bis alle da waren. Heute regelt das alles das Smartphone – alles Alleskönner. Über die Dating-Apps „Loovoo“ oder „Tinder“ ist bereits vorher geklärt, wer sich mit wem wann und wie trifft. Wenn etwas Aufregenderes kurzfristig dazwischen kommt, wird mal eben per Facebook-Messanger oder Whatsapp-Nachricht abgesagt. Früher musste Mut aufgebracht werden, um mit dem anderen Geschlecht ins Gespräch zu kommen. Heute werden Fotos wildfremder Personen geliked und eindeutige Kommentare verfasst. Beruht das Liken auf Gegenseitigkeit, so sind die Ziele definiert und es geht zur Sache. Unkompliziert, schnell und ohne große Überwindung. Ähnlich mit einem Videodreh: früher wurde eine Videokamera gebraucht, um Aufnahmen zu machen. Heute zückt man das Smartphone und macht eine gestochen scharfe Aufnahme in HD. Abends wurde nach den Nachrichten der Wetterbericht geschaut, um zu wissen, was einen am nächsten Tag erwartet. Heute werden nach Tageszeit sortiert genaueste Wetterprognosen aufgezeigt. Smartphones sind in unserer heutigen Konsumgesellschaft selbstverständlich. So entwickeln sie für den Benutzer einen sehr hohen Stellenwert in ihrem Leben. Smartphones dienen nicht mehr nur der Kommunikation allein, sondern wachsen vielmehr zu Prestigeobjekten heran: Wer eines hat, der ist angesagt. Posten, an welchem Strand gerade Urlaub gemacht wird. Einen Arzt- oder Behördentermin per Online-Formular vereinbaren– alles ist möglich, immer und überall. Die neuesten Entwicklungen zeigen allerdings, dass diese mobilen Geräte das Sozialverhalten verändern, weil ihre Benutzung immer mehr den Umgang mit Menschen ersetzt. Sicher haben wir auch früher Computerspiele gespielt. Aber das war dann bei einem Kumpel Zuhause vor einem Fernseher. Heute dattelt jeder vor sich hin – in der U-Bahn, im Zug, im Bus. Selbst wenn es in der Diskothek mit dem Kennenlernen nicht klappt, wird verzweifelt aufs Display des Smartphones geschaut. Kommt dann allerdings ein Tanzpartner hinzu, wird schnell ein Selfie gemacht und gleich im sozialen Netzwerk geteilt. Wahnsinn. Ehrlich gesagt ist es mir wichtiger, eine Cola mit jemandem zu teilen. Auch ein Bett gehört dazu. Wichtig ist doch, sich persönlich in die Augen zu schauen und sich Komplimente zu machen. Ja, es war früher kompliziert. Nach Frauen Ausschau zu halten, den Mut aufzubringen, sie anzusprechen. Heute ist es einfacher: Bilder anzuklicken Smartphoneund zu entscheiden: ja oder nein. Aber früher wurde nach dem Charakter geschaut, das Verhalten beobachtet. Ist es ein fröhlicher oder eher introvatierter Mensch? Ich mag es kompliziert.

Ein Smartphone in der Hand einer Person. Foto: FoTe-Press

Gedicht: Das Smartphone 

Ein wichtiges Schreiben verschickt per Fax,
Börseninfos eingeholt, wie steht der Dax?
Wie ist das Wetter, die Temperatur?
Stets minutengenau: die weltweite Uhr.
Mal eben gekauft ein modisches Shirt,
kurz gechattet für einen abendlichen Flirt.
E-Mails erhalten und `ne Antwort verschickt,
kurz telefoniert und geklärt, wie der andere tickt.
Während der Zugfahrt ein Video gedreht,
im Internet geschaut, wie ein Unwetter entsteht.
Wie ist die Nachrichtenlage in der Welt?
Wo schlafe ich heute Nacht? Im Hostel oder Zelt?
Ein Blick auf das Navi, ich erfahre den Weg.
Mal eben per Whats App erfragt, wie`s dem anderen geht.
Mit dem Taschenrechner einen Preis eruiert,
ein Online-Spiel gespielt. Zu zweit, zu dritt oder zu viert.
Ein paar Fotos gemacht zu Erinnerung,
nebenbei Musiktitel gehört im Hörfunk.
Ein Smartphone ersetzt quasi 30 Geräte,
es ist kein Messer, auch keine Machete.
Es ist ein praktisches Allround-Talent:
Radio, Telefon, Fax, Videokamera – alles äquivalent.
In der U-Bahn, Einkaufszentren oder in der Schule,
im Zoo, im Auto oder einer Baggerkuhle.
Das Smartphone ist aktiv an fast jedem Ort.
Niemand, fast niemand, wünscht es sich wieder fort…