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>> Startseite >> Interview mit Maria Ketikidou
Zur Person:
Maria Ketikidou wurde am 9. Juni 1966 in Hagen geboren. Die Tochter griechischer Eltern, die Anfang der 60er Jahre nach Deutschland kamen, wuchs im schleswig-holsteinischen Itzehoe auf. Zum Fernsehen kam sie durch einen Zufall, als sie sich als 15-jährige nach einem Aufruf im Radio ohne jede Vorkenntnisse auf eine Rolle bewarb. Der Film hieß "Nachtfahrer" und war ein Kurzfilm von Sönke Wortmann. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Mitwirkung in den Fernsehserien "Sterne des Südens" und "Großstadtrevier". Maria Ketikidou lebt in Hamburg-Rotherbaum.
Maria Ketikidou: "Ich bereue es fast,
dass ich kein Uniformträger bin"


Das „Großstadtrevier“ gehört zu den erfolgreichsten Serien im Deutschen Fernsehen. Seit 1986 gehen die Beamten auf Streife und in der ARD auf Sendung. Seit Februar 2007 laufen im Fernsehen die neuen Folgen der Kultserie. Das Team des Reviers 14 zeigt sich in der neuen Staffel in den aktuellen blauen Uniformen und wirkt dadurch wesentlich jünger. Damit aber nicht genug: Die Macher des „Großstadtreviers“ haben gründlich aufgeräumt. Von der Titelmusik bis zu den Geschichten des Serienklassikers. Matthias Röhe führte ein Interview mit Maria Ketikidou. Die 47jährige – in Itzehoe aufgewachsen – spielt in der Serie Zivilpolizistin „Harry Möller“.
Wie gefallen Ihnen die blauen Uniformen der Polizei?
Super, modisch und einfach chic. Die Beamten tragen die Uniform sehr selbstbewusst. Sie macht jung und schlank.
Seit Februar 2007 tragen auch die Beamten des 14. Reviers blaue Uniformen – Sie gehören nicht dazu…
Leider. Zum ersten Mal bereue ich es fast, dass ich kein Uniformträger bin. Ich spiele eine Zivilpolizistin und kann schon fast sagen, dass ich es sehr schade finde. Das Blau würde mir bestimmt auch gut stehen. (lacht)
Wie werden Sie auf der Straße angesprochen?
Mit Harry. „Da kommt die Harry“ – höre ich fast täglich, wenn ich irgendwo erkannt werde.
Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie mit Polizisten gemacht?
Ich bin schon mal als Jugendliche ohne Licht mit dem Fahrrad unterwegs gewesen oder fuhr auch schon mal ein frisiertes Mofa. Da wurde dann der Zeigefinger gehoben und mir war das peinlich. Aber jetzt sind die Polizisten alle sehr freundlich zu mir.
Wie finden Sie den neuen Vorspann der Serie „Großstadtrevier“?
Einfach klasse. Er ist wirklich originell gemacht worden. Ich glaube, er kommt bei den Zuschauern sehr gut an. Er ist frischer, schneller und einfach toll anzuhören.
Wie oft sehen Sie das „Großstadtrevier“ selbst?
Ganz selten, weil ich meist arbeite. Aber in den Dritten Programmen werden ja die älteren Folgen abends wiederholt. Die schau ich mir gelegentlich an.
Was glauben Sie, warum ist die Serie so erfolgreich?
Sie ist authentisch. Viele unserer Komparsen sind echte Polizisten und geben uns Tipps. So etwas kommt an bei den Zuschauern.


Nun drehen Sie ja nicht nur in der Wache in Hamburg-Bahrenfeld, sondern in ganz Hamburg verstreut. Gibt es einen Lieblingsplatz?
Ich finde den gesamten Hamburger Hafen einfach super. Oft sind wir an den Landungsbrücken oder in der Speicherstadt zugange. Da gefällt es mir am schönsten.
Aber Hamburg hat so viele tolle Plätze und ich bin wirklich froh, dass ich in meinem Beruf so viel zu sehen bekomme. Ich kann wirklich sagen: ganz Hamburg finde ich schön! Wir kommen nahezu in jeden Stadtteil, fast in jede Ecke Hamburgs. Das ist wirklich toll.
Sie drehen derzeit 16 neue Folgen. Wie viele Drehtage sind das in etwa?
Das sind insgesamt mehr als 150 Drehtage. Allerdings habe ich natürlich nicht so viele – für uns Hauptdarsteller verteilt es sich je nach Drehbuch anders. So bin ich zum Beispiel nicht bei allen Innenaufnahmen im Revier dabei. Fürs Team sieht es anders aus: die haben 150 Drehtage tagein und tagaus. Appropos Team: Film bedeutet Team- und Zusammenarbeit. Das liebe ich besonders an meinem Job.
Gab es mal Momente, wo Sie aus der Serie aussteigen wollten?
Diese Frage kann ich definitiv mit Nein beantworten.
Die Schauspielerei kann einen zwar regelrecht auffressen – aber dass ich meine Rolle komplett hinschmeißen wollte, kam nicht vor.
Ich bin schon so lange dabei und im Laufe der Zeit habe ich ja quasi immer mit denselben Leuten gearbeitet und kennengelernt. Also von daher kam es noch nicht vor, dass ich aus der Serie aussteigen wollte und mich die Drehbuchautoren rausschreiben mussten. Natürlich gibt es aber immer mal wieder Tage, wo man generell keine Lust auf seinen Job hat. Das ist aber menschlich und völlig normal. Einige Ihrer Kollegen haben vor ihrem Einstieg beim „Großstadtrevier“ ein Schupperpraktikum bei der Polizei gemacht. Sie auch?
Ja, zu Beginn durfte ich tatsächlich mehrmals auf Streifenfahrt gehen – das war für mich sehr lehrreich. Und in Alsterdorf war ich im Polizeipräsidium und konnte mir alles anschauen, da konnte ich eine Menge für meine Arbeit lernen. Was mir auch sehr gefallen hat war der Schießunterricht. Da habe ich gelernt, wie ich eine Waffe richtig zu halten habe.
Wie machen Sie das mit dem Texte-Lernen?
Das gehört zu dem Beruf des Schauspielers dazu, das ist ganz normale Schauspiel-Arbeit. Ich schaue mir an freien Tagen immer wieder die neuen Texte an, aber ich habe keine bestimmte Technik.



Dieses Interview enstand im Jahr 2007 und spiegelt die Situation aus diesem Jahr wider.
   
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